Reiter erzählen

Hier erzählen Reiter bzw. aktuelle und ehemalige Reitschüler:

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Eine E-Mail von einer mir unbekannten Reiterin (Februar 2014):

Alina

Liebe Corinna,
Du hast mich ergriffen. Du hast mich regelrecht verzaubert. Besser gesagt IHR habt mich verzaubert. Und das ist bei mir ein echtes Wunder.
Ich habe das berühmte Pferdehaar schon früh geschluckt, mit 10 hat meine Tante mich jedoch erst im Reitverein angemeldet, nachdem ich über zwei Jahre gebettelt hatte und sie endlich beschloss, die Mitgliedsgelder zusammen mit meinen Eltern zu finanzieren. Reitstunden gingen vom Taschengeld ab. Nachdem ich dann drei Jahre meine Runden auf den lieben Schulis gedreht hatte (und schon damals eine Sucht nach schwierigeren Pferden hegte, was sich damals noch auf störrische Isis und Hafis beschränkte), fand ich meine jetzigen Pflegepferde, zwei western gerittene Freizeitrüben. Einen Quarterwallach, der damals kaum zu halten war, inzwischen aber gut an der Kandare läuft und einen rotzfrechen Araber-DRP-Mix. Anfangs war ich wohl recht unwirsch und wild, wusste nicht, was Ruhe und Konzentration sein sollten und was diese mit Reiten zu tun hatten. Hauptsache Pferd lief dahin, wo ich es haben wollte.
Ich habe das Gefühl, aus meiner Schulpferdezeit habe ich nur Pflegeroutine und Hilfen bzw. wohl eher Steuerungssignale mitgenommen. Ich möchte meine Reitlehrerin nicht kritisieren, sie war und ist sicher auch noch eine ehrgeizige und energische Lehrerin, die immer guten Rat wusste. Dennoch habe ich in den letzten Jahren mehr gelernt, wenn auch auf eine ganz andere Art, die auch viel mit Eigenrecherche daherging.
Der Besitzer und die ehemalige Reitbeteiligung prägten mich bald auf Natural Horsemanship und das Pferd als Partner zu sehen, nicht als Sportgerät, wofür ich sehr dankbar bin und was ich nicht missen möchte. Vor allem Letztere lehrte mich vieles. Noch heute zeigt sie mir immer wieder neue Ideen und Ansätze im Umgang mit den Pferden, gerade dem schwierigeren Quarter. Sie ist Horsewoman durch und durch und hat ihren Weg gefunden.
Doch ich wurde in dieser Zeit auch kritischer. Ich erfuhr, was Rollkur ist, wo sich die Seknrechte befindet und was sanftes Reiten ist. Ich sah, wie viele Dressureiter gegen diese mir gesetzten Regeln verstießen und wie sanft die Westernreiter waren (auch wenn ich hier gerade im letzten halben Jahr immer mehr vom Gegegenteil überzeugt wurde). Und ich fing an, „klassische“ Reitweisen zu verteufeln. Das, was damals für mich die hohe Kunst war und ich zu den „schwierigeren Pferden“ zählte, einfach aufgrund ihres in meinen Kreisen verschrieenen Temperaments und ihrer unbändigen Energie, fing ich an zu kritisieren und ich möchte sogar beinahe von verhassen reden.
Meine beste Freundin, die ich vor knapp drei Jahren kennenlernte, reitet von klein auf „strenge“ Dressur, inzwischen auf ihrer sehr eigenen und „stutigen“, aber absolut bezaubernen Stute. Ich hatte bisher auch bereits zweimal das Vergnügen, mit ihr zu arbeiten, konnte meine Freundin aber leider nie zu mehr als Stangenarbeit am Boden überzeugen und blieb somit bei meinen Western-Kumpels. Western war in meinen Augen immer pferdefreundlicher und lockerer, mit weniger Zwang und mehr Teamwork zwischen Pferd und Reiter. Es WAR.
Doch ich war lange genug blind, blind  vor Vorurteilen.
Deine Seite und Deine Geschichten haben etwas in mir bewegt. Wenn meine Sicht bisher immer soweit beschränkt war, dass ich nicht akzeptieren konnte, dass auch Dressur- bzw. Barockreiter ihr Pferd als Partner sehen können, weil mein Denken von Rollkur und Zwangshaltung bestimmt waren, hast Du mir das komplette Gegenteil bewiesen.
Ich durfte leider bisher (aus finanziellen Gründen und fehlendem Interesse im Freundes- und Familienkreis) nie in den Genuss einer Messe kommen, was ich inzwischen sehr bereue. Du und Deine Pferde, Dein Weg, Deine Arbeit… Ihr habt mich gepackt und ergriffen. Und werdet mich auch sicher nicht mehr loslassen.
Auch wenn das „Cowgirl-sein“ und über endlose Steppen (bzw. hierzulande Wiesen und Waldwege) preschen von Kind an mein Traum war und auch bleiben wird, keimt so langsam der Traum vom Iberer. Ich hatte zu meinen Wendy-Zeiten schon einmal diese Phasen, die jedes Mädchen wohl durchmacht. Ich stellte mir vor, mein stoffeliger Isländer, halbtot im Maul, wäre ein feinrittiger Andalusier. Und die zickige Isistute würde mit leichten Gängen dahinschweben, anstatt ihre kurzen Beine in den Boden zu rammen. Der Hannoveranerwallach vollführte in meinen Träumen hohe Dressur wie ein P.R.E., anstatt meine Reitlehrerin umzurennen…
Nun ja, das blieben Träume. Dennoch bestaunte ich im Internet und auch auf Bildern und Postkarten, die ich so zusammentrug, immer wieder diese so edlen und atemberaubenden Pferde.
Das Ganze schwang später deutlich zum Western um, auch mein damaliges Steckenpferd „Lissy“ wurde vom edlen und temperamentvollen Andalusier zur geländeerprobten Allround-Quarterstute.
Doch Ihr habt diese Faszination wieder aufleben lassen. Ihr, vor allem Esperanzador (wie sollte es auch anders sein), habt mich gepackt und diese eigentlich schon erstickten Träume wieder aufleben lassen.
Ich denke, ich werde mich nie für „die eine“ Art Reiten entscheiden. Das Western wird immer ein Teil von mir bleiben, es hat mir in den letzten drei Jahren die besten Pflegepferde gegeben, die ich mir hätte vorstellen können.
Dennoch habt Ihr etwas erweckt, was ich vergessen oder vielleicht auch nur verdrängt hatte. Die Faszination für die pure Eleganz, für schwebende Gänge und Magie.
Und das, obwohl ich nur nach Bodenarbeit gegooglet hatte…
🙂
Ein gaaaanz große DANKE dafür!
Auch wenn es in meiner Gegend verdammt schwer sein wird, diesen Traum auszuleben, da es einfach keinen vernünftigen Reitstall gibt, der meinen (finanziellen) Mitteln und Wünschen gerecht wird, werde ich ihn sicher nicht verdrängen. Und wenn ich irgendwann einmal genügend Geld habe und mein eigenes Berufsleben mit genug Zeit für Pferde habe, werde ich mich wieder an diese E-Mail erinnern und vor der Entscheidungen stehen: Klassisch-barock oder Western? Wahrscheinlich werde ich mich für beides entscheiden. Und das hätte ich vorgestern nicht behauptet.
Mach weiter wie bisher, setzte Deine fantastische Arbeit fort und versuche, noch viele, viele Menschen zu ergreifen und ihnen ihre verdrängten Wünsche wieder so eindringlich vor Augen zu führen wie mir!
Ich finde Euch einfach nur absolut fantastisch!!
<3
Ganz liebe Grüße, Alina
Hoffentlich bis zu Deiner nächsten und meiner bis dahin vielleicht nicht mehr ersten Messe, auf der ich mir Deine Shows sicher nicht entgehen lassen werde.
Danke nochmal und gute Nacht…

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Ann  

(2014 nach einer einzigen Unterrichtsstunde)

Ein riesiges von ganzem Herzen kommendes Dankeschön an Dich!!!!!
Du hast Fee und mir etwas zurückgegeben, was man mit keinem Geld der Welt kaufen kann: Vertrauen, Motivation und ganz viel Spaß bei der Zusammenarbeit.
Das hört sich wahrscheinlich ziemlich abgedroschen an, aber wenn Du gesehen hättest, wie viel Frust, Wut und Verzweiflung sich aufgebaut hatte, und ich meine auf beiden Seiten, könntest Du das verstehen.
Ich war schon soweit, dass ich mein Pferd verkaufen wollte. Nicht, weil ich Fee die Schuld dafür gegeben habe, sondern weil ich gehört habe, wie mein Pferd mich förmlich angeschrien hat, dass hier grundlegend was falsch läuft und ich sie einfach nicht verstehen konnte. Wenn ich mit Fee auf den Reitplatz gegangen bin, hat sie sich sofort die am weitesten von mir gelegene Ecke gesucht und ist dorthin, auch mit Gewalt.
Ich habe dann gute sechs Wochen gar nichts mehr mit Fee gemacht, um die Situation nicht noch schlimmer zu machen, als sie ohnehin schon war. In der Zeit haben wir uns nach jemanden umgesehen, der uns einen Weg aus diesem Desaster zeigt, und dann kamst Du. Und seitdem ist alles anders. Damit meine ich nicht, dass meine Stute jetzt seitwärts gehen kann oder Abstand hält oder auf das Podest steigt (ja, das kann sie jetzt auch!). Freitag ist etwas passiert, das mir die Tränen in die Augen trieb.
Wir waren auf dem Platz und haben spielerisch unsere Aufgaben gemacht. Nachdem alles fabelhaft geklappt hat habe ich Fee eine Pause gegönnt und sie laufen lassen. Erst wollte sie gar nicht gehen und schaute über den Zaun als wollte sie sagen „Wie,das war schon alles???“ Dann hat sie sich eher widerwillig getrollt, um am Rand etwas Gras zu rupfen. Nach guten 10 Minuten bin ich wieder auf den Platz, um sie einzusammeln, und habe sie eigentlich nur aus alter Gewohnheit gerufen in dem Wissen, dass ich eh ignoriert werde und Fee sich auf die andere Seite vom Platz vom Acker macht.
Aber weisst Du, was dann passiert ist? Fee hat sofort vom Gras abgelassen und ist zu mir gekommen! Wie geil ist das denn?
Sie hat ihr Essen stehen lassen, um mit mir zu arbeiten! Fee ist zu mir gekommen anstatt vor mir wegzulaufen!
Das haben wir nur Dir zu verdanken, weil Du uns auf den richtigen Weg gebracht hast. Jetzt ist alles möglich! Bisher haben alle im Stall Fee nur als dummen großen Trampel angesehen, und jetzt stehen alle am Zaun und glauben gar nicht, was sie da sehen.
Ich bin so unglaublich stolz auf mein Tinker-Tier! Wir brauchen unbedingt neuen Input von Dir und freuen uns schon auf den nächsten Unterricht!
So, das musste mal gesagt werden…
🙂

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Ines   (2011)

Getroffen habe ich Corinna das erste Mal auf der Messe Hansepferd 2008; wirklich kennengelernt haben wir uns allerdings erst zwei Jahre später.

Meine erste Begegnung mit Corinna auf der Hansepferd war eine ihrer Tagesvorführungen: Negócio war vom Knacken des Head-Sets, was sie zum Kommentieren des eigenen Rittes benutzte, irritiert. Corinna schmiss daraufhin ihr geplantes Programmziel um. Es ging um’s Pferd; nicht um die Show. Obwohl ich sie nach dem Ritt ansprach, hat sie bis heute keine Erinnerung an unsere Begegnung (was ich nach meiner eigenen ersten Messe-Erfahrung gut nachvollziehen kann). Meine Erinnerung an ihre Vorstellung hielt jedoch lange. Trotzdem dauerte es fast zwei Jahre, bis wir uns – dann in einer Trainer-/Schüler-Konstellation, die inzwischen zu einer Freundschaft geworden ist – wiedersahen.

Von der ersten Reitstunde an war ich begeistert, nicht nur von der Qualität ihrer Lehrpferde und ihres Unterrichts, sondern auch von ihrer Art, mit Pferden umzugehen – dieser Respekt, diese Nähe, diese Ruhe und diese Innigkeit. Ich habe in den Jahren, die ich Corinna nun kenne, viel von ihr gelernt – sowohl an technischen/reiterlichen Fähigkeiten, als auch an eben dieser Art des Umgangs, der Ruhe und des ‚Ineinander-versinkens‘. Es macht mir immer wieder Freude, bei Corinna zuzuschauen und Inspiration mit nach Hause zu nehmen.

Corinna war es auch, die mich zu meiner Iberer-Stute führte. Eigentlich suchte ich nach einem typischen deutschen Warmblut, doch irgendwann, nach einigen arg enttäuschenden Proberitten, ‚überzeugte‘ mich Corinna, Iberer anschauen zu gehen. Schick fand ich sie ja immer, die barocken Typen, aber als eigenes Pferd waren die eigentlich nicht eingeplant. Ich hatte mir knapp 20 Warmblüter (in allen Formen und Farben) angesehen… und gekauft habe ich den ersten Iberer, den ich mir ansah.
Es war eigentlich nicht einmal Liebe auf den ersten Blick, da ich noch gegen meine Idealvorstellung mit dem deutschen Warmblut kämpfte – ob ein Iberer meinen Idealen gerecht werden konnten… und ob diese Ideale überhaupt so wichtig und relevant waren. Vielleicht war es an der Zeit, sich von einigen Ideen zu lösen?

Bis heute habe ich nicht eine Sekunde bereut, mich für meine Lusitano-Stute entschieden zu haben. Sureña ist das, was ich wollte (oder eben nicht) und noch viel mehr. Sie ist jeden Tag mit Feuereifer dabei und lässt sich auf alles ein: egal ob Arbeit an der Hand, Langer Zügel, Reiten mit Halsring, Ausritte mit und ohne Sattel, oder klassische Dressur – sie macht alles mit. Ich habe in ihr mein Herzpferd, meinen Partner und meinen Ruhepol gefunden und freue mich jeden Tag wieder auf und über sie.

Sureña und ich durften an einigen Seminaren des Team Légèreté teilnehmen und gelegentlich kamen wir auch dazu, einfach mal nur zum Unterricht zu Corinna zu fahren (viel zu selten). Inzwischen kommt Corinna zu uns in den Stall – auch nicht soooo oft, aber immerhin! Auch hat Corinna uns 2011 auf die Show-Bühne der Messe Nordpferd mitgenommen – und ich habe Blut geleckt. Ich bin stolz auf das, was Sureña und ich bereits zusammen erreicht und erlebt haben.

In vielerlei Hinsicht sind wir immer wieder dabei, Grundlagen zu festigen. Dabei setze ich auf Vielseitigkeit. Ich komme kaum dazu, zweimal in der Woche das Gleiche zu tun, da Sureña und ich die unterschiedlichsten Spielwiesen haben – Reiten ist dabei nur ein Teil. Unser Steckenpferd derzeit ist der Lange Zügel. Ich habe mit Negócio bei Corinna die ersten Versuche am Langen Zügel gemacht und führe dies nun eigenständig mit Sureña fort, was uns beiden sehr viel Freude bereitet. Auch reiterlich sehe ich inzwischen das Potenzial, was Corinna wesentlich früher in Sureña erkannt hat. Ich habe einige Träume, die ich mit Sureña gerne erreichen möchte – u.a. die Levade am Langen Zügel und die Arbeit mit der Garrocha (der ist im Prinzip erfüllt – die eigene Garrocha steht seit kurzem im Stall…!) – und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Bis wir die Träume erreichen, genieße ich jeden Tag mit ihr und jeden Schritt, den wir zusammen auf diese Träume zu gehen.

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Eine E-Mail von Ines Ende Januar 2012:
„Meine Mutter hat ein bisschen gefilmt und tatsächlich das Steigen von Sureña drauf… Woha, mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Krass, irre, Wahnsinn. Sureña steht super hoch in der Luft und macht dann noch drei Schritte… muss ich Dir zeigen!!
Was ich aber auch irre finde, wie ruhig sie in der Sekunde danach dann wieder ist. An- und abschalten. Toll… und ich bin mega-happy, wo ich persönlich inzwischen stehe… Bevor ich dich kennengelernt habe, hätte mein Pferd dafür vermutlich den Arsch voll bekommen, weil das Steigen ungewollt war und ja eine potenzielle Widersetzlichkeit ist – der alte Kram, Du kennst ja die Leier. Jetzt… Meine einzige Reaktion war ein leichtes Kichern und „sehr hübsch, aber das machen wir später“. Sureña hat ja nur angeboten und gesucht, was ich wollte. Ich wollte mehr haben als die bisher bekommene Passage, also hat sie Alternativangebote gemacht. Inzwischen genieße ich das so, dieses mitdenkende Pferd. Man hat’s nicht immer leichter, aber es ist so geil und ein echter Dialog. Sie bietet an und ich darf dann wählen ob wir das jetzt nehmen, oder nicht.
Gerade die Passage-Idee hat’s uns beiden im Moment angetan. Sobald ich jetzt vorne am Kopf nebenher gehe, wird die schon groß und immer größer, wirft sich in Position und Haltung. Was für ein geiles Gefühl.
So – *schwärm-modus aus* „
🙂

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Tatjana O. (2009)

Meine Güte, wie die Zeit rennt!
Ich habe gerade eine Mail an Dich entdeckt, welche ich Dir habe zukommen lassen nach meiner ersten Reitstunde bei Dir und dem kleinen Zauberschimmel im August 2010: „Liebe Corinna, ich habe Muskelkater im Gesicht vom Dauergrinsen!! Die ersten Worte meines Mannes: wenn du keine Ohren hättest, würdest du im Kreis grinsen 🙂 und er sagte, daß er mich noch nie so entspannt und freudig aus dem Stall hat kommen sehen. Was soll ich sagen, mir fehlen wirklich die Worte. Der Unterricht am Samstag hat beeindruckende Spuren für die Zukunft hinterlassen. Jetzt weiß ich genau, es gibt das, was ich mir gewünscht habe! Jetzt kommt mein langer Weg des Erlernens, auf den ich mich riesig freue. Und noch mehr würde ich mich freuen, wenn Du Lust hast, mir den richtigen Weg zu zeigen und mich zu begleiten.“
Von Anfang an stand für mich fest, auch wenn ich mit Pferden aufgewachsen bin: kein eigenes Pferd mehr, dem werde ich zeitlich nicht gerecht! Abgesehen davon, einen zweiten Zauberschimmel gibt es eh nicht! Negócio, der weltbeste Lehrmeister! Was kann ich mehr wollen, nix!
Naja, dann wurden mir Flöhe ins Ohr gesetzt…
… es gibt da einen Andalusier
… ich solle nur mal darüber nachdenken
… ich solle ihn mir doch einfach nur mal ansehen
… und dann verliebte ich mich!
Eine kleine prall gefüllte Maultasche, welche den Sommer auf einer saftigen Wiese verbracht und nix mit dem Zauberschimmel gemein hatte und von Anfang an versucht hat klarzustellen „meine Damen, habt Ihr Euch das gut überlegt mit mir? Denkt nicht, dass ich Euch das Leben einfach mache! Ich bin sehr eigenständig, dynamisch und gar nicht kompromissbreit! Vor allem gefällt es mir hier auf der Weide extrem gut!“
Graciento und ich zogen im September 2010 mit Sack & Pack inkl. Vorfreude meiner Wenigkeit und „virtuellen Keksen“ in die Wüstenkate ein!
Dem kleinen Macho fielen die Augen aus, nachdem er einen Blick auf die Futtertafel geworfen hat und den Beritt- und Unterrichtsplan inspizieren durfte.
Und dann auch noch eine Terrassenwohnung zwischen zwei Muskelpaketen namens Negócio und Fàscino. Sein Bedarf war deutlich gedeckt, einem sofortigen Auszug würde nix mehr im Wege stehen!
Pustekuchen!
Graciento und ich möchten Dir ganz doll danken für Deine Ruhe, Deine positive Art, Dein traumhaft tolles inneres Bild, Deine Nervenstärke – welche Graciento ja gerne mal getestet hat – Deine gute Laune und und und…
Wenn ich mir Graciento so ansehe, ja, dann ist er angekommen, fühlt sich pudelwohl, hat ein tolles Körpergefühl bekommen, Kraft, Ausdrucksstärke, Stolz und innere Ruhe!
Es war ein Jahr mit viel Spaß!!
Ein Jahr mit freudiger Arbeit!!
Ein Jahr mit Erkenntnissen!!
KEIN Jahr mit Kämpfen!!
KEIN Jahr mit Gezerre!!
KEIN Jahr mit Stress & Hektik!!
Und vor allem auch kein Jahr in einem Body-Building-Studio… so wie ich es das Jahr zuvor in einem anderen Stall erlebt habe.
Wir freuen uns auf viele weitere Unterrichtseinheiten mit Dir!!
Das Arbeiten mit Dir bereitet viel Freude!!
Dafür fahre ich liebend gerne 4x die Woche jeweils 104 km (Hin- und Rückfahrt)!
Und dass ich das alles erleben darf, habe ich meiner Cousine Annette zu verdanken 🙂
… Hoffentlich bereitet es Dir auch Freude, auch wenn ich Dich auf der Nordpferd vergessen habe, vorzulesen, oder ich mal wieder eine Vorstellung verlasse und absattel, obwohl sie gar nicht zu Ende ist *pfeifffff*

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(Sieger der Leichten Kür, Hausturnier 2011, Fotos: Ralf Larsen)

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Teresa F. (2011)

Ich bin auf meiner Suche nach einer Reitlehrerin in der Umgebung, die nach meinen Vorstellungen reitet und unterrichtet, zufällig auf die Homepage der „tanzenden Hufe“ gestoßen und habe daraufhin den Tag der offenen Tür des Reitstalls Wüstenkate besucht. Corinna selbst habe ich zwar nicht reiten sehen, aber eine ihrer Reitschülerinnen. Und ich war schwer beeindruckt. Mir gefiel die Leichtigkeit und Harmonie, mit der Reiterin und Pferd sich vorstellten.

Nach den ersten Stunden auf Fàscino, bei denen wir uns zunächst kennen lernten, war für mich schnell klar, dass ich bei Corinna bleiben wollte und vor allem auch mein eigenes Pferd Sarahani mitbringen wollte. Sarahani sollte ein bisschen Fàscino werden, in dem Sinne, dass er auf unsichtbare Hilfen reagiert und zu extremer Versammlung fähig ist. Klar ist, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben…

Als Sarahani und ich bei Corinna anfingen, war unser Hauptproblem, dass er zu viel Aufrichtung mitbrachte, folglich sehr undurchlässig war und dadurch schwunglos. Ich wollte mit wenig Hilfen (vor allem Zügelhilfen) reiten, was an diesem Punkt seiner Ausbildung aber einfach noch nicht angebracht war. So waren wir beide frustriert: Er wusste nicht, was ich von ihm wollte, und ich, weil er nicht umsetzen konnte, was ich vor Augen hatte, ihm aber unzureichend vermittelt habe.

In der Zwischenzeit haben wir beide einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Sari geht sehr flüssig und macht freudig mit. Er ist immer schon ein Pferd gewesen, das alles richtig machen möchte und hat nun die Möglichkeit. Auch wenn ihm die Seitengänge noch Schwierigkeiten bereiten, so ist er jetzt doch auch dem Weg – kein Fàscino – aber eben ein sehr fein gerittener Sarahani zu werden, der mir viel Freude bereitet.

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Annette O. (2012)

Marabus Kommentar:
Einige Male wurde ich von meiner Partnerin Shila verlassen. Anfangs dachte ich, Shila hat einen heimlichen Liebhaber, kehrte sie nach einigen Stunden mit glänzenden Augen, total zufrieden und entspannt wieder zu mir zurück! Dabei dachte ich doch, ich sei ihr Lebensgefährte, dem sie alles anvertrauen könne, mit dem sie Box und Futter teilt…
Dann berichtete sie, dass sie jetzt nur machen müsse, was sie könne und nur so viel, wie ihre Kondition zuließe…
Und je mehr sie erzählte, um so mehr wurde ich alter Wallach (Jahrgang 1984) neidisch und eifersüchtig! Ich kann nicht sagen, dass es mir schlecht ergangen ist, ich habe wunderschöne Zeiten mit den Zweibeinern verbracht – und genieße doch jetzt auf meine alten Tage fast Narrenfreiheit.
Aber all‘ die schönen und unkonventionellen Lehrstunden, die Shila jetzt erleben und genießen darf, hätten mich doch auch sehr interessiert!
Laufen, auch unter dem Reiter, kann so leicht und schön sein!

Und so fing es an:
2011 fuhr Shila zum ersten Mal zu Corinna. Annette, die uns betreut, hatte Shila zu Corinnas Seminar „Das schwierige Pferd“ angemeldet, da Shila beim Reiten immer widersetzlicher wurde.
Die herkömmliche Art und Weise zu Reiten gefiel uns allen nicht mehr. Annette wurde immer störrischer auf Empfehlungen, das Sperrhalfter enger zu ziehen, Sporen anzulegen, mehr Druck auszuüben ….
Shila war nämlich verspannt und eigentlich taten ihr die Knochen weh.
Annette, die Shila und ich betreuen, merkte, dass etwas nicht stimmte, ein Osteopath wurde konsultiert, stellte fest, dass Schulter und Wirbel Probleme machen, aber wie sollte Annette weiter reiten?
Also besuchte Shila dieses Seminar, das eher „Das nicht verstandene Pferd“ hätte heißen müssen! Zum Glück wurde Shila zu dem Seminar ausgewählt!
Und damit begann für uns alle eine ganz neue Ära des Reitens, Bewegens und des Miteinanders – pferdeschonend – reitergerecht – mit Verstand und ganz viel Gefühl!
Zunächst darf Shila sich immer nach der langen Reise aus Lübeck erst einmal ausruhen!
In der ersten Stunde wurden zunächst Shilas Kondition und Konstitution ohne Sattel begutachtet. Natürlich wurden gleich ihre Verspannungen entdeckt…
Dann wurden Sattel und Trense beschaut, dabei fiel gleich der nicht optimal sitzende Sattel auf, den zwar Annette auch schon bemängelt hatte, aber noch kein passendes Exemplar gefunden hatte. Und welch‘ wundersame Fügung – bei Corinna fand sich dann auch noch ein perfekter Sattel – den wir bis heute nicht mehr hergeben.
Nach einem Leckerlie beginnt dann bei Corinna der „eigentliche Unterricht“: tief durchgeatmet und in aller Ruhe.
Shila darf auch in den Ecken gucken, mal mit dem Kopf wackeln (hat ja immer einen Grund), stehen bleiben und nicht weitergehen, (das ist ihr mittlerweile aber viel zu doof, nachdem einmal alle Zweibeiner sich zu ihr auf dem Boden herum hockten) und…
…immer wieder: tief durchatmen… Reiter & Pferd!
Corinna brachte Annette auch bei, sich klar auszudrücken: deutliche Hilfen und klare Ansagen zu machen: „laangsaaam“, „ruhiger Galopp“, „Takt“, „in die Ecke“ – das kapieren wir sehr schnell! Auf einmal klappen die Lektionen! Warum nicht schon früher so???
Das Laufen macht plötzlich richtig Spaß – freiwillig ohne Sporen, mit stolz erhobenem Haupt und ganz viel Schwung, taktklar durch die Bahn und ohne Knoten in den Beinen bei den Seitengängen!
Und nicht zu viel, lieber weniger, aufhören wenn’s geklappt hat. Und nach der Reitstunde darf man Wälzen und Bocken und zeigen, wie schön die Stunde gefallen hat!
Und so geht es Schritt für Schritt, Stunde für Stunde weiter…
Shila ist nicht zu bremsen, von ihren Erfolgen und „Aha“-Erlebnissen zu berichten.
Es geht ihr blendend, die Zipperlein sind verschwunden, das Reiten macht Spaß, sie läuft freiwillig und gerne – ohne Sporen und freut sich riesig auf jede Stunde mit Corinna.
Und ich, Marabu, profitiere natürlich auch davon, werden doch die neuen Erkenntnisse auch bei mir angewandt. Könnte ich doch Corinna auch mal persönlich kennen lernen! Aber leider wohnt sie zu weit weg und auch Shila kommt nur alle 2-3 Monate in den Genuss einer schönen Lehrstunde.

Trotzdem – der Erfolg lässt sich sehen:
* Shila wird immer schöner, flotter, wohl proportionierter, entspannter, lockerer, sicherer, ausdrucksstärker und selbstbewusster!
* Ich bin im Genuss einer zufriedenen und strahlenden Shila an meiner Seite
* Shila wird mutiger bei Auftritten in der Öffentlichkeit – zuletzt Platz 5 in der Kür in Bad Segeberg!

Mit Annette verstehen wir uns immer besser, sie hört jetzt fast immer auf uns 🙂

Vielen Dank!
Marabu & Shila und Annette

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Monika (2012)

Ich stand früher in einem Stall, nicht weit von der Wüstenkate entfernt; meine damalige Reitpartnerschaft fühlte sich dort nicht mehr wohl (ich mich schon lange nicht mehr – das, was ich dort gesehen habe, ist mit Worten nicht auszudrücken, ich hatte immer das Gefühl, dass es einen feineren Weg geben musste, um in der Reiterei weiterzukommen), also haben wir uns den Reitstall Wüstenkate einmal angesehen am „Tag der offenen Tür“ – tja, liebe Corinna, da habe ich Dich das erste Mal reiten sehen und meine Kinnlade fiel runter, genau so wollte ich einmal reiten können!
Also Box gemietet, erster Unterricht – mmh, okay, habe festgestellt, dass vieles, was ich gelernt hatte, falsch war, gefühlt… Und das mit meinem alten Herren, ich glaube, wir zwei waren so von der Rolle, dass wir ein paar Tage brauchten, dieses zu verarbeiten. Mein damaliges Pferd hat es viel eher umgesetzt als ich Reit-Legastheniker.
Dann änderte sich alles, es hat „Klick“ gemacht, die Umsetzung, die Gedanken, die Bilder, die man sehen kann, wie es sein soll, das Reden mit dem Partner Pferd – es geht!
Vier Jahre ist es jetzt her. Ob ich weiter gekommen bin in der Reiterei? Hm,ich kann keine Piaffe, aber dank Deiner Hilfe habe ich gelernt, daß es eine viel feinere Art gibt, zu reiten, und dass man auch mal mutig sein sollte. Die erste Handarbeit, rein geschubst hast Du mich beim Hausturnier, und ich war stolz! Deshalb, liebe Corinna, danke ich Dir…

Falls der Text doof ist schreibe ich neu, das ist jetzt aus dem Bauch raus geschrieben   🙂

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Der zwölfjährige Friesen-/Traber-Mix „Bandolino“

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Patrizia (2011)

Als ich Corinna und Negócio vor vielen Jahren auf der Messe Hansepferd sah, war mir schnell klar, dass ich so und nicht anders auch gerne reiten (können) wollte. Bisher bezog sich meine Reiterfahrung auf Ponyflitzen durch den Wald als Kind, sporadischen, sehr zweifelhaften und meist noch kurzfristigeren Reitunterrichtsversuchen auf Reitbeteiligungspferden oder in Reitschulen, die den Namen kaum verdienten, und zuletzt auf „Barockunterricht“ mit meinem eigenen Pony bei einer Dame, bei der Vorwärtsreiten als verpönt, da nicht barock galt, egal auf welcher Ausbildungsstufe Reiter und Pferd sich befanden.

Zunächst kaschierte ich die Kontaktaufnahme ein bisschen mit dem Unterrichtswunsch meines damaligen Gatten, krabbelte aber sehr bald auch selber auf Corinnas wunderbare Pferde. Der Gatte strich bald die Segel, ich blieb, wenn auch aufgrund der Entfernung und ständiger Geldnot mit großen Lücken zwischen den Unterrichtsstunden.

Zwischendurch fand ich eine motivierte junge Reiterin, die mich auch Zuhause mit meinen eigenen Pferden unterstützte, weil mir die Möglichkeit fehlte, mit meinen Pferden zu Corinna zu fahren. Meine alte Welshmix-Stute kam zu mir, weil ich ihre Reitbeteiligung war, ihre Besitzerin nach USA auswanderte und das Pferdchen an mir „hängenblieb“ – fast unausgebildet, krank, zu klein und mit immensem Dickschädel, der definitiv über meine reiterlichen Fähigkeiten ging. Meine junge Berberstute übernahm ich nach der Trennung von meinem Mann. Ihr Dickschädel hält sich sehr in Grenzen (Gegenwehr würde ja Anstrengung erfordern…), aber aufgrund ihres sehr kurzen Rückens und jahrelangem falschen Reiten kam sie rückenkrank, sehr schief und schwach bemuskelt zu mir. Anforderungen, die mir als ziemlicher Reitanfänger, der dazu noch recht faul ist und am liebsten durch’s Gelände stromert, statt auf dem Platz zu arbeiten, deutliche Probleme machten. Hier und da habe ich bei Kursen von Antonio Calhamar und Eddy Willems teilgenommen, nur um zu lernen dass die mir eigentlich auch nichts anderes sagten als Corinna…

Wenn ich mich in der Freizeitreiterszene umguckte, waren überall immer wieder Pferde, die mal besser, mal schlechter geritten wurden, aber ganz, ganz selten Reiter, die dabei wirkten, als haben sie Spaß am Reiten und als würden ihre Pferde sie begeistern. Ich sitze oft lachend auf meinen Pferden oder strahle, wenn ich sie an der Longe oder Hand habe. Meine Mutter, die mich ein einziges Mal mit meinen Pferden umgehen sah, sagte danach den denkwürdigen Satz „Mit deinen Pferden siehst Du richtig glücklich aus!“ Sowas wollte ich auch als Lehrer und habe es in Corinna gefunden! Bei all ihrer Konsequenz und Liebe zum genauen, klaren Reiten erfüllt mich Corinnas Lebensfreude auch beim Unterrichten immer wieder mit neuem Mut, auch wenn die Stunde mal wieder schonungslos offen und direkt war 😉 Corinna’s Intention ist es immer und zu jeder Zeit, das Pferd zufrieden und glücklich zu erhalten. Dafür geht sie auch manchen unkonventionellen Weg, probiert aus, kommt auf die wildesten Ideen, hört auf ihr Bauchgefühl und auf das, was ihr die Pferde sagen, nicht die Menschen. Bei ihr gibt es kein Reiten nach Schema F, es wird das geritten, was das Pferd in diesem Moment braucht – und dem Reiter wird beigebracht, zuzuhören und sich ganz einzubringen.

Wenn ich mir heutzutage einen Reitlehrer neu suchen müsste, würde ich nach folgenden Kriterien vorgehen: Ich würde seinen Stall besuchen, mir seine Pferde ansehen: sind sie gut untergebracht? Sehen sie gut bemuskelt aus? Wirken sie zufrieden? Dann würde ich den Reitlehrer selber reiten sehen wollen: Was macht er mit seinen Pferden? Was mit Berittpferden/Jungpferden? Und als letztes würde ich mir seine Art des Unterrichts ansehen: Wie motiviert unterrichtet er? Mangelt es an Tipps? Oder verkriecht er sich in Floskeln, ohne Erklärungen folgen zu lassen? Passt seine Persönlichkeit zu meiner? Nimmt er mich als Reitschüler ernst, auch wenn ich Anfänger bin oder „nur“ ein Ponyreiter?
Bei Corinna gibt’s ein „Daumen hoch“ bei allen Punkten. 😉

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Steffi (2011)

Schon als kleines Mädchen hatte ich Ausblick auf die grasenden Isländer und Araber des Nachbarn. Nach vielen ausgesprochenen Bitte-Worten an meine Eltern durfte ich dann in einem Urlaub meine ersten Reitstunden nehmen. Danach kamen auf Ponyhöfen Pferde mit und ohne Sattel. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich dann in jeder Gangart auf dem Pferd halten, von Reiten würde ich aus heutiger Sicht nicht sprechen. Ich durfte dann anschließend regelmäßig Unterricht nehmen. Mein Reitlehrer war sehr entspannt, das erinnere ich noch, mehr aber auch nicht. Ich habe einen Reiterpass gemacht und war nun mehr oder weniger auch offiziell befähigt, mich auf Pferdchen in jeder Gangart zu halten. Dann kamen die „Männer“ und ich benötigte eine schöpferische Pause. Erst als ich mit meinem heutigen Mann zusammen kam, war der Kopf wieder frei für die vierbeinige Leidenschaft.

Über verschiedene Reitbeteiligungen gelangte ich zu einer iberischen Reitweise und der Überzeugung, dass ich ein eigenes Pferd haben muss. Ich kaufte eine Vollblutaraber-Jährlingsstute. Hinzu kam noch eine 8jährige Islandstute mit zuckersüßem Gesichtchen für meinen Mann. Ich hatte absolut keine Ahnung von Gangpferden und nahm mir nun vor, dieses während der Wachstumsphase meiner Stute zum Ausreitpferd für meinen Mann zu machen. Die iberische Reitweise schlug ein und aus einem sehr lateralen Pferdchen wurde meine Seitengangkönigin sowie ein prima Ausreitpferd. Iberisch, klassisch oder wie auch immer war das Richtige für uns, soviel stand nun schon mal fest.

In der Zwischenzeit trennten sich unsere Wege. Die Lerninhalte der iberischen Reitweise, die ich bis dahin aufnehmen konnte, halfen mir vorerst für die ersten Schritte mit meiner Araberstute. Ich war nun einige Zeit gezwungen, alleine zu tüfteln und konnte Anleitung nur ohne Pferd einsammeln, bis ich einen Pferdeanhänger bekam und endlich reisefähig war. Ich fuhr mit meiner Araberstute zu einer Branderup-Schülerin. Sie zeigte mir einen neuen Weg und ich war froh, wieder auf einem Weg zu sein. Ihre Entscheidung, kürzer zu treten, beendete für mich die Möglichkeit, Unterricht zu nehmen. So entwickelte sich der neue Weg auch in eine Sackgasse und ich kam nicht weiter.

In der Zwischenzeit erweiterte sich mein Pferdebestand um (m)ein absolutes Traumpferd und die Not wurde größer. Im August 2010 besuchte ich ein Seminar in Futterkamp in Schleswig-Holstein zum Thema Musik, Takt und Pferd oder so ähnlich. Dort stelltest Du zu diesem Thema Deinen Negócio vor. Ich stellte anhand Deines Flyers fest, dass Du inzwischen nach Kaltenkirchen umgezogen warst, ergriff die Chance und buchte gleich nach dem Seminar mit beiden Araberstuten ein Intensiv-Wochenende bei Dir. Kurze Zeit später meldete ich mich im Verein Team Légèreté an. Mein Motto: Alles oder nichts! Und so zog ich im Februar 2011 dann auch mit beiden Araberstuten in die Wüstenkate um.

Ich blicke jetzt auf ein Jahr mit Dir zurück und kann nur sagen, dass ich mehr gelernt habe als in allen Jahren davor. Ich habe nun endlich das Gefühl, gelandet zu sein und meine neue „Heimat“ gefunden zu haben. Aber das Reiten ist nicht leichter geworden, nein im Gegenteil, es wurde aufgeräumt mit viel falsch Verstandenem und es ergaben sich neu verknüpfte Informationen und Hilfengebungen. Ein neuer Weg hat begonnen und ganz liebe Menschen begleiten mich, es gibt noch viel zu lernen…

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Suse (2011)

Mein Bericht ist verhältnismäßig kurz, für das, was ich bisher bei und mit Dir erlebt habe. Ich hätte pro Pferd ein Buch schreiben können und hoffe, es ist für einen Leser alles verständlich und nachvollziehbar. Es ist eine Entwicklung in den 3 Jahren, die ich in den 20 Jahren davor nicht gemacht habe.

Vor ca. 3,5 Jahren habe ich Corinna auf einem Tag der offenen Tür das erste Mal erlebt. Die andere Art zu Reiten gefiel mir sehr, ohne dass mir so ganz klar war, was anders war. Das zweite Mal erlebte ich sie auf einem kleinen Turnier mit Negócio, sie brach die Prüfung ab mit den Worten „1000 Volt zuviel“. Das beeindruckte mich noch einmal um so mehr, weil eindeutig das Pferd an erster Stelle stand und nicht durch die Aufgabe gewrungen wurde, was möglich gewesen wäre (sie siegte mit ihm dann in der nächsten Prüfung).

Schewior
Mein kleiner schwarzer Trakehner „Schewior“, das letzte Fohlen und Abbild seiner Mutter, an der ich sehr hing, war 7jährig inzwischen unreitbar, das typische „schwierige Pferd“: er stieg, wenn ihm etwas nicht passte, er trabte ungern und an Galopp war gar nicht zu denken. Er machte mir auch gerne Angst, indem er rückwärts in irgendwelche Geräte, Zäune usw. hineinlief oder er spielte Hengst. Wenn er seinen „Quatsch“ machte, hielt ich ihn vorne fest, ritt ihn im Kreis und stieg schnell ab. Sein Verhalten war also erfolgreich.
Wir mochten uns auch nicht mehr, jedes Reiten war ein Angang, er ließ sich nicht anbinden, warf sich zurück und guckte mich böse an. Auch die „Profis“ konnten ihn nicht „knacken“ und empfahlen mir, ihn 3 Monate in „ordentlichen“ Beritt zu geben, d.h. ihn brechen zu lassen.

Vor 3 Jahren fuhren wir dann zu unserem ersten Unterricht zu Corinna. Ich beschrieb ihn ihr als unreitbares Schlachtpferd. Schewior benahm sich auch wie angekündigt, ich bekam Angst, an Unterricht war nicht zu denken und Corinna konnte das wohl nicht mehr mit ansehen: erst sattelte und trenste sie ihn ab und verzauberte ihn im freien Spiel, bis seine Augen glänzten. Dieses völlig dicht gemachte Pferd ließ sich öffnen und verzaubern. Dann stieg sie in den Sattel, und er ging wie ein richtig tolles Reitpferd unter ihr. Das war der Anfang überhaupt eines Weges. Corinna hat ihn dann 2x 1-2 Monate in Beritt gehabt und ich fahre zum Unterricht zu ihr.

Auf unserem Weg lernt Schewior, Grenzen zu akzeptieren, Druck auszuhalten, treibende Hilfen anzunehmen, Bewegung durch den Körper fließen zu lassen, im Vorwärts zu sein, sein Steigen sind nur noch mal „Hüpfer“… Und ich lerne, dieses Pferd nie – niemals! – festzuhalten, immer im Vorwärts zu denken und zu reiten, Grenzen zu setzen, Bewegung durch den Körper fließen zu lassen, in kleinen Schritten immer etwas mehr von ihm zu verlangen, nie abzusteigen, mit dem richtigen „Kopfkino“ zu reiten, eindeutig und konsequent zu sein, eigentlich die Dinge, die man sowieso im Leben braucht.
Unser gemeinsamer Weg ist oft schon ganz komfortabel, breit und eingebettet, manchmal wieder steinig und haarscharf am Abgrund. Dieses Pferd ist die Herausforderung meines Lebens, und ohne Corinna wäre er inzwischen ein ungeliebtes Weidepferd. Ich bin sehr dankbar für ihre Geduld, wenn wir auch nach 3 Jahren immer mal wieder ein altes Thema rausholen. Wir können es inzwischen ganz anders bearbeiten und haben immer ein reitbares Ergebnis. Wenn ich an unsere Anfänge bei Corinna denke, hielt sie mich an einem 1m langen Band fest und ich musste ihn einfach nur aushalten lernen, später bestand die Stunde manches Mal darin, dieses Pferd irgendwann am Ende in einem lockeren und mutigen Schritt reiten zu können (andere Gangarten waren dann unmöglich), oder gleich los zu galoppieren, weil die Spannung zu groß war und Schritt oder Trab nicht auszuhalten. Es war nie gleich: manchmal konnte er nur die äußere Hand als Anlehnung ertragen, dann wieder nur die innere. Dieses Spüren, was das Pferd nun gerade braucht oder gerade so erträgt, ist eine große Herausforderung für mich. Corinna hat auch von „unten“ immer das Gespür, weiß immer genau, was Schewior in der jeweiligen Situation braucht oder gar nicht erträgt.

Meistens bemerke ich nicht, wenn bei ihm etwas anderes angesagt ist. Bis es dann eskaliert und er mir sehr deutlich zeigt, dass wir nicht auf demselben Weg sind. Wenn ich schnell bin, kommen wir auch allein aus der Eskalation heraus, oder manchmal ist das Thema nach der nächsten Unterrichtsstunde bei Corinna geklärt. Sie zeigt mir, wie wichtig dieses „Spüren“ und „Zuhören“ ist. Der Weg für mich mit diesem Pferd ist noch lang. Wenn ich an die Anfänge an der kurzen Longe denke und es mit jetzt vergleiche, liegen für mich Welten dazwischen. Doch diesem tollen Pferd könnte ein mutiger und feiner Reiter wohl besser gerecht werden, der einfach nur vorwärts reitet, wenn das Theater mal wieder anfängt.

Das Miteinander mit Schewior hat sich komplett umgekrempelt: es ist achtungsvoll, liebe- und vertrauensvoll geworden. Er ist fein im Umgang, niemals grob. Ich bin auch fein und niemals grob mit ihm, habe immer sein Gesicht im Blick. Die „üblichen“ Tipps wie zur Strafe rückwärts richten ist ein no go. Und er lässt sich verladen (Wir standen früher auch schon mal 2 Stunden am Hänger), das ist für mich Voraussetzung für Unterricht. Er vertraut mir, schreckt nicht mehr panisch zurück, wenn ich ihn irgendwo plötzlich berühre, er hat mich im Blick und weiß, dass alles in Ordnung ist, wenn ich z.B. beim Misten morgens um ihn herum wusel. Das hat sich so nebenbei durch die Begleitung von Corinna mitentwickelt.

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Stubbs
Mein zweites Reitpferd heißt „Stubbs“, ein 1,74 m großer Trakehner, vorhandlastig, etwas überbaut, lieb und leistungsbereit, alles was er versteht und kräftemäßig kann, versucht er umzusetzen. Ganz anders als sein Bruder Schewior.

Mit Stubbs war ich selten (in 3 Jahren vielleicht 10x) bei Corinna. Doch er hat sich durch die paar Male von einem festen Pferd in ein lockeres, biegsames, leichtrittiges Pferd gewandelt, macht richtig Spaß.

Leider erhielt er vor ca. ¾ Jahr den Befund „Hufrolle“. Das Seminar bei Corinna „Takt und Fußfolge“ und der damals im Schritt noch nicht taktreine Joya gaben mir wieder Hoffnung. Mit Corinna habe ich dann die Vorhand/Schulter anheben gelernt. Ich sollte über die Unklarheit drüber reiten. Erst ganz vorsichtig, aber es wurde immer besser. Die Unklarheit war schon während des Unterrichts nicht mehr zu sehen. So wurde es auch zu Hause immer besser. Er ging dann über 4 Monate klar und wir hatten einen tollen Sommer. Leider ist er zur Zeit wieder nicht ganz in Ordnung.  3 Wirbel mussten mobilisiert werden und ich vermute eine Zerrung, aber im Hinterkopf habe ich den alten Befund natürlich immer noch. Deshalb hat er nun über den Winter Pause mit viel Wärme und Magnetfeld.

Auch bei ihm hat sich das Miteinander seit unserer Zeit bei Corinna stark verändert. Ein Erlebnis ist mir da besonders im Kopf geblieben: Stubbs war ein Pferd, der sich in fremder Umgebung so aufregt, dass er nicht zuhört, nichts mehr sieht, auch schon mal aushaut, also völlig von der Rolle ist. Corinna fragte mich, was ich mir denn für den Unterricht an dem Tag vorgenommen hätte und ich erzählte. Sie fragte dann „Auf das Pferd willst Du Dich so setzen?“. Und wir haben ihn im Roundpen eingestimmt: bei mir = alles ok., entfernt von mir = gefährliche Umgebung. Zum Schluss konnte ich ohne Sattel nur am Strick auf ihm sitzen, er war gelassen. Es war ein einmaliges Erlebnis (bitte nicht mit dem Gejage von Monty Roberts vergleichen). Stubbs ist jetzt auch in fremder Umgebung bei sich, bei mir, kann zuhören und ist trotz seiner Größe ganz fein zu händeln und zu reiten. Er lässt sich auch gut verladen, wartet geduldig auf dem Hänger, das war auch mal ganz anders.

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Skjóttur
Und dann haben wir noch unseren kleinen Skjóttur, ein Islandpferd, wir haben ihn vor ca. einem Jahr von Corinna geschenkt bekommen. Corinna hatte ihn für mich gedacht, ich hatte ihn für meine Tochter gedacht. Aber irgendwie ist er unser Familienpony. Ich schaffe es jedoch höchstens 1-2x pro Woche, ihn zu reiten. Er ist traumhaft: sehr rittig, strengt sich an, ist fein ausgebildet, benötigt eine ganz feine, aber stetige Anlehnung, ein Einrahmen. Sein kleiner Pony-Dickkopf, der sich wohl mal durchsetzen konnte, lässt ihn immer mal gern abdüsen (= Hals fest zur Seite und los). Das bedeutet um so mehr, an der kontinuierlichen Anlehnung zu arbeiten. Für meine Tochter ist das noch schwer, mich kann er auch manchmal damit überraschen. Also auch Skjóttur hat uns ein Thema mitgebracht. Wir mussten erst unterscheiden lernen, welcher Anteil Angst und Unsicherheit ihn abdüsen lässt und wann es nur sein Pony-Dickkopf ist. Dieses kleine Pferdchen musste erstmal Sicherheit in seinem neuen zu Hause bekommen, mit ganz viel Ruhe beim Reiten. Er ist inzwischen gut angekommen, hat seinen Platz in der Herde gefunden. Nun war ich mit ihm auch schon bei Corinna, habe das erste Mal mit ihrer Hilfe Tölt gespürt (nur ein paar Schritte), bombastisch! Er ist, sagt sie, kein Naturtölter, ich fand ihn heldenhaft. Hinterher dann auch noch Piaffe. Unglaublich, diese Geschenke von diesem kleinen Pony (oder eher von Corinna durch Skjóttur?).

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Eine E-Mail aus NEUSEELAND   🙂

Sehr geehrte Frau Scholz,
erst einmal ein grosses Kompliment an Sie und was Sie mit Ihren Pferden so alles machen.
Wirklich toll, und Esperanzador gefaellt mir besonders gut 🙂
Ich bin definitiv eine Gleichgesinnte und ich bin mit der gleichen „Krankheit“ angesteckt schon seit Jahren. Wenn wir noch in Deutschland leben wuerden, dann waere ich so gern bei Ihrem Verein dabei und wuerde auch bei den Shows mit Herz und Seele dabei sein.
Wir leben jedoch seit ueber 12 Jahren in Neuseeland und hier habe ich mir ein Stueck von mienem „iberischen Traum“ erfuellen koennen, weil vor vier Jahren habe ich mir einen 5jaehrigen, gerade mal angerittenen Andalusier-Wallach kaufen koennen, und zusammen mit meinem Hund ist er die grosse Liebe von mir 😉
Wir machen hier auch manchmal eine Show, und das Niveau ist im Gegensatz zu Ihnen nur sehr niedrig, aber trotzdem gefaellt es den Leuten total gut und wir alle lieben es und haben viel Spass dabei. Ich mache mit meinem Pferd auch Trick Displays, weil ich habe ihm eine ganze Reihe von Zirkustricks gelernt und diese dann in eine kleine Geschichte eingebaut, was ziemlich gut ankommt beim Publikum. Mein Pferd muss aber auch irgendwo noch einen Affen mit drin haben weil er benimmt sich teilweise wie einer und huepft dann durch die Gegend wenn er durch irgendwas „aufgezogen“ wurde. Auf jeden Fall kann ich mir gut vorstellen wie fantastisch es sein muss bei Ihren Shows dabei zu sein / diese zu sehen.
Viele liebe Gruesse vom anderen Ende der Welt!

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und eine E-Mail aus München

Liebe Frau Scholz,
ich kam heute morgen eher durch Zufall auf Ihre Webseite… und kann mich gerade gar nicht davon trennen..
Sie schreiben wunderbar und man fühlt geradezu Ihre Liebe zu den Pferden.
Das trifft und liest man sehr selten… Ich habe ein paar mal meine Tränen verkniffen, und dabei bin ich sonst nicht so nahe am Wasser gebaut.
Einfach sehr ergreifend – danke für die vielen schönen Beschreibungen, ich werde weiter lesen.
Leider bin ich am anderen Ende von Deutschland (München) – aber sollte ich einmal in der Nähe sein, werde ich mich vorher anmelden.
Gute Besserung an Ihren Fàsci.
Herzliche Grüße aus München

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Steffi (2009)

Im Juni 1997 habe ich Arsienne, Fàscinos Halbschwester, von Corinna gekauft. Sie war vier. Ich suchte damals wegen meiner Schwerhörigkeit ein zuverlässiges Pferd. Das war sie damals auch, aber heute…? Im Gelände kann sie schon gefährlich werden. Früher war sie so ein “Mir-doch-egal”-Typ. Heute muss man schon aufpassen – wenn man sich nicht durchsetzt, kann man ein Problem bekommen. Erst vor kurzem ist sie mit mir den Deich runtergesprungen, weil ihr ein Fahrzeug entgegenkam. Das hat sie früher nicht gemacht, heute macht es mir nicht so viel aus, weil wir uns sehr gut kennen. Langweilig wird es mit ihr jedenfalls nicht! Sie ist trotzdem ein tolles Pferd. Ich wollte damals nur ein “einfaches Freizeitpferd” haben. Turniere? Nein, nicht unbedingt. Allerdings merkte ich schnell, dass sie Talent hat und sehr lernfähig ist. Ich ritt damals noch nicht sehr gut und Arsienne war mit ihren vier Jahren gerade zwei Reitpferdeprüfungen und eine A-Dressur gegangen. Corinna hatte sie sehr behutsam angeritten und hielt auch viel von ihr, vor allem dressurmäßig. Allerdings hatte sie zu dem Zeitpunkt fünf Pferde, und das war einfach zuviel. Da Arsienne die jüngste und vielversprechendste war, suchte sie für sie ein neues Zuhause. So lernten wir uns kennen. Meine damalige Reitlehrerin Ulrike hatte Arsienne mit mir ausgesucht und hat uns in den ersten Jahren viel geholfen, so daß Arsienne z.B. auch unter dem Damensattel geht. Schließlich habe ich mich auch zu unseren ersten Turnieren überreden lassen. In unserem ersten Reiterwettbewerb wurden wir Fünfte und ich war glücklich! Wir nahmen immer wieder an Turnieren teil. 2000 konnten wir eine Dressurreiter-A gewinnen, 2001 zwei A-Dressuren. 2002 trat Arsienne bei der Messe Hansepferd im Damensattel auf und nahm an der Landesstandarte teil. Ende des Jahres fragte ich Corinna, ob sie nicht doch bei uns unterrichten könne. Sie stellte mein Reiten ziemlich um – so war mir die ganzen Jahre nicht bewusst, wie sehr Arsienne meine Hand als “5. Bein” nutzt und sich von mir tragen lässt. Aufgrund ihres Exterieurs ist nicht gerade ein “Bergauf-Pferd” und tut sich mit der Versammlung, vor allem im Galopp, recht schwer. Mit Corinna haben wir uns fliegende Wechsel erarbeitet, die Versammlung deutlich verbessert und vor allem korrigiert sie immer wieder meinen Sitz und dass ich mit leichter Hand Arsienne dazu bringe, zu kauen und sich selbst zu tragen. Das ist nicht immer einfach, da sie mir nicht zwischendurch, wie den anderen, schnell etwas zurufen kann. 2003 konnten wir eine Kür auf L/M-Niveau gewinnen! Außerdem durfte ich Arsienne in den “Variationen zu Pferde” als FN-Springpferd (in Heist) und in klassischer Dressur und unter dem Damensattel (z.B. bei der “Pferd & JAGD”) vorstellen. Da ich die Musik und die Ansage nicht oder nur sehr wenig wahrnehmen kann, waren diese Auftritte und die Kür eine echte Herausforderung – es sollen nicht die letzten gewesen sein!
Ich reite inzwischen seit über 20 Jahren, davon habe ich Arsienne acht Jahre. Wir haben uns mit viel Unterricht hochgearbeitet – anfangs bei Ulrike, zwischendurch bei Horst Becker und der Sitztherapeutin Frauke Behrens, und jetzt bei Corinna. Es bringt so viel Spaß! Früher war ich zufrieden, wenn ich mein Pferd überhaupt an den Zügel reiten konnte. Dann war mein Ziel eine A-Dressur. Jetzt sind wir schon bei den ersten S-Lektionen. Dass wir so weit kommen würden, hätte ich mir nicht träumen lassen!

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Steffi und Arsiennes Nachfolger Rein

FÀSCINOS SCHWESTER ARSIENNE STARB IM OKTOBER 2009 NACH EINEM STURZ IN EINEN GRABEN

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Stefanie (2008)

Ich glaube, ich war 6 Jahre alt – Weihnachten – und ich bekam mein erstes eigenes Pony von meinem Lieblingsonkel(Lieblingsonkel war er allerdings auch vorher schon…) geschenkt. Ein kleines Shetlandpony – und ganz SCHWARZ (da begann wohl meine Leidenschaft für schwarze Pferde/Ponys!!)
Um nicht in Schwärmerei zu verfallen – in den Jahren, die folgten, hatte ich dann noch zwei tolle Ponys: ein New Forest/Welsh – super schick und, wie soll es anders sein, ein schwarzes Welsh-Pony. Beide habe ich dann aus Zeitmangel verkauft und wollte eigentlich auch kein Pferd/Pony wieder haben. Es sei denn, es würde ein FRIESE werden, für die ich schon immer geschwärmt habe. Dafür fehlte mir allerdings das Geld… Bis ich Weihnachten 1999 (wieder Weihnachten – sehr bedeutend…) von Corinna einen Ritt auf einem Friesen geschenkt bekam. Bis zu dem Tag fand ich diese imposanten Tiere zwar super schön, doch darauf gesessen hatte ich noch nie. Die Freude und vor allem die Aufregung waren groß, als wir uns auf dem Weg nach Rissen bei Hamburg machten, um den besagten Ritt zu „vollbringen“. Lange Rede gar kein Sinn – toller Friese, der Itze, den ich dort reiten durfte, weil – er war ja ein Friese und die sind ja alle toll… Nach dem Reiten saßen wir noch alle im Casino und ich lernte Joan kennen, die zwei Friesen hatte und einen verkaufen wollte (eine Stute – ich wollte NIE eine Stute!). Joan gab mir Bilder und ein Video von ihr mit – „Du kannst sie dir ja mal ansehen…“ (wollte ich gar nicht!). Und entgegen aller Vernunft fuhren mein Freund und ich am 31.12.1999 zur genannten Adresse und sahen uns diese Stute mal an. Völlig verdreckt, bis zum „Knie“ im Schlamm stehend kam sie nicht einmal an den Zaun… Ich fand sie toll… …und hab sie gekauft! Ich wollte kein Pferd haben und vor allem keine STUTE… und ich hab die schönste, tollste, liebste (na ja, nicht immer..) Stute von
allen bekommen… DIETSKE

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Eine E-Mail von Astrid (2006)

Liebe Corinna, vielen, vielen Dank für die tolle Reitstunde(n). Es hat uns sehr gut gefallen, wir haben viel gelernt und können unser Glück kaum fassen auf so gut ausgebildeten Pferden üben zu dürfen. Besonders dankbar sind wir Dir natürlich, dass wir am Ende sogar die hohen Lektionen erfühlen durften. Wir haben auch schon fleißig mit unseren „Buschponys“ geübt und tatsächlich benehmen sie sich etwas artiger 😉 Es funktioniert. Gerne würden wir nächsten Monat wieder kommen und wollten fragen wann es zeitlich bei Dir passt? Ganz liebe Grüße von Astrid und Lea
PS: auch ganz vielen Dank an Sabine für ihre sehr großzügige „Leihgabe“ und besonders an die beiden vierbeinigen Professoren.

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Eine E-Mail von Anabel (2005)

Liebe Corinna, als ich Dich heute auf deinen beiden Pferden sah, ist mir ein Schauer den Rücken hintergelaufen. Es sah so unglaublich harmonisch aus – ihr wart eins. Ich fragte mich von Anfang an, wieso ich gerade Dich sofort und ohne nachzudenken als Reitlehrerin angesprochen habe, obwohl ich sonst immer alles 20 Mal prüfe und recherchiere. Aber mein Bauch hat da richtig gelegen und sich auch lautstark zu Wort gemeldet. Denn dein Umgang mit Pferden – Wahnsinn. Und – nach Lektüre deiner Webseite – Dein Weg Richtung Spiritualität – Celestine, Heilsteine, Reiki – endlich jemand der sich traut, das öffentlich zuzugeben. Du stahlst eine Energie und Wertschätzung aus, die viele Menschen nicht haben. Schön, dass ich von Dir lernen darf.

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Eine E-Mail von Sabine (2005)

Hallo Corinna! Noch mal vielen, vielen Dank für den schönen Unterricht! Das würde ich gerne wieder machen! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es auch genau so nachreiten kann. Zum Glück habe ich gestern das Video von Wiebke bekommen. Das macht es leichter! Ich fand es total klasse, dass Du sie auch geritten hast. Vielen Dank! Vieles wird dann klarer! Du kannst so viel geben! Ich bin tief beeindruckt! Also bis bald!!! ;o))) Ganz lieben Gruß, Sabine

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Eine E-Mail von Suse S.

Liebe Corinna, Du hast Schewior mal wieder völlig verzaubert und es hält an: er hat eine schöne Halsung, benimmt sich vorbildlich, hat die Gerte sofort akzeptiert (einmal nur hat er leicht getestet). Beim Abstreichen mit der Gerte vom Boden aus, hat er nicht ein Ohr bewegt. Irgend etwas war anders als sonst. Liebe Grüße, Suse

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Eine E-Mail von Tatiana E.
nach ihrer ersten Stunde auf „Fàscino“ im Juni 2009:

„Hallo, Corinna! Zunächst muss ich Dir sagen, dass ich noch ziemlich lange unter dem Eindruck unserer Reitstunde stand und ich mich schon sehr auf die nächste freue! Es tut gut, unter Leuten zu sein, die ihre Pferde lieben und respektieren. Bei uns im Stall lieben die meisten ihre Pferde wohl auch, aber mit dem Respekt hapert es ein wenig…“

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Eine E-Mail von Patrizia F.
nach dem Besuch unseres dritten Workshops:

„Den Workshop fanden wir alle drei schön!! Besonders nett war es wirklich mal, die Kleine (3j. Araberstute Walidah) zu sehen und „wie alles anfängt“. Ich fand, sie hat das absolut toll gemacht, besonders angesichts ihrer Vorgeschichte. Ausserdem fand ich die Mischung der sehr verschiedenen Pferde absolut gelungen und es auch gut, dass noch nicht alle perfekt waren und man durchaus auch mal sah, dass irgendwas nicht gleich klappte. Gut fand ich auch die Mischung zwischen Petra und Dir als Moderatoren mit zwar merkbar unterschiedlichen Ansätzen, aber trotzdem als Team. Du hast uns übrigens lustiger weise zwischendurch immer mal wieder gesiezt – ist Dir das aufgefallen? *hihi* Tobi war sehr stolz, dass er sich „getraut“ hat und auf Fàscino sitzen durfte und ausserdem einen Haufen Lebkuchen gratis bekommen hat. Ich persönlich habe für mich den Unterschied zwischen Biegung und Abstellung und das entsprechende Anpassen auf die jeweilige Schiefe des Pferdes mit nach Hause genommen. Darüber hatte ich mir bisher noch nie Gedanken gemacht. Wieder mal sehr schön zu sehen fand ich das, was ich bei Dir und Deinem Unterricht am ausschlaggebendsten finde: Keine Patentrezepte, sondern flexibel auf jedes Pferd und jede Trainingseinheit angepasstes Training, hingucken, hinfühlen, hinhorchen, und dann arbeiten nach dem Konzept „was braucht mein Pferd – jetzt und heute?“. Sauschwer für Anfängerlein wie uns, aber genau das will ich mal können!“

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Eine E-Mail von Andrea,
die im Februar 2008 von einer gemeinsamen Freundin eine Reitstunde auf Negócio geschenkt bekommen hatte:

„Hallo Corinna, ich will mich noch einmal schriftlich bei dir bedanken! Die Reitstunde war so erstaunlich, so toll, so wunderbar… Ich nehme eine ganze Menge mit. Ich bin so erstaunt, dass ein Pferd so toll gehen kann, mit so weichen Schenkeln. Ein wahrer Traum. Wenn ich hoffentlich auch ganz bald ein eigens Pferd besitze, soll es auch so feinfühlig sein. Vielen Dank auch, dass du so viele verschiedene Übungen gezeigt und auch mich machen lassen hast. Es war sehr schön. Ich komme gerne vorbei und gucke mir mehr Unterricht an. Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Andrea“

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Eine E-Mail von Renate T.

„Hi Corinna, puh, endlich habe ich mal ein bisschen Zeit, diese längst überfällige e-mail zu schreiben, in der ich Dir einfach mal „Danke“ sagen möchte!!! Erstmal Danke dafür, dass Du Dir Wendelin angeschaut und mir anscheinend den richtigen Tipp gegeben hast. Es geht ihm schon wieder deutlich besser und er hat auch wieder Spaß am Laufen. Leider läuft er noch nicht ganz sauber, aber ich habe heute gerade eine Chiropraktikerin angerufen und hoffe, ich bekomme in nächster Zeit einen Termin.
Ja und dann noch ein ganz großes Danke dafür, dass ich eine Zeit lang Deine Pferde reiten durfte und dadurch und durch Deinen Unterricht so viel lernen konnte. Das hilft mir jetzt unglaublich bei meinem kleinen, leicht hysterischen Pferd.
Du hast mir beigebracht, einem Pferd auch mal zuzuhören und so haben Wendelin und ich schon ziemlich gut gelernt uns gegenseitig zu verstehen.
Heute ist es auch für mein kleines Pferd kein Horror mehr, wenn ich mit dem Sattel komme (weißt Du noch, wie es am Anfang war…), nein, er hat inzwischen sogar Spaß am Arbeiten und weil wir alles ganz in Ruhe machen lernt er auch sehr schnell, weil er sich nicht mehr selbst durch seine Angst blockiert. Naja, und wenn es dann auch noch einen Keks gibt, dann ist die Welt in Ordnung :-).
Vor kurzem sagte jemand aus dem Stall zu mir „weißt Du, wenn man Dich und Dein Pferd im Umgang und bei der Arbeit betrachtet sieht das immer so schön ruhig und harmonisch aus“. Das ist doch toll, oder? Hättest Du Dir solche Kommentare am Anfang vorstellen können? Ich nicht!!!
Am Anfang hatte ich wirklich Bedenken, ob ich mit Wendelin wohl jemals klarkommen würde, aber inzwischen habe ich immer mehr das Gefühl, er ist ein ganz besonderer Rohdiamant in welchem man noch bei vorsichtigem feinen Schliff eine Menge schöne Dinge entdecken und freilegen kann. Das funktioniert aber nur, weil ich bei Dir lernen konnte, dass man ohne Zwang und Druck viel mehr erreichen kann und wie man es anders machen kann. Weißt Du, ich glaube, ich habe in den paar Monaten Unterricht bei Dir mehr gelernt als in den ganzen 20 aktiven Jahren vorher…
Liebe Grüße, Wendelin und Renate“

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Eine E-Mail von Alexandra
zum Lehrgang vom 17.03.07:
„Hallo Corinna, mein Pferd ging Sonntag und heute suuuper!!! Ich habe gar nicht viel anders gemacht als sonst, aber er ging auf einmal locker und schwungvoll, zog angenehm nach vorne, war super weich in der Hand und ließ mich nach langer Zeit mal wieder gut sitzen. Er war endlich wieder der Alte, so wie ich ihn von früher kenne. Ganz toll. Vielen, vielen Dank.
Dein Lehrgang hält auf jeden Fall, was er verspricht und das ist nicht selbstverständlich. Das habe ich schon ganz anders erlebt. Auf jeden Fall wurden meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen. Viele Grüße und bis bald, Alexandra“
Alexandra zum Lehrgang vom 2.05., an dem sie mit eigenem Pferd teilnahm:
„Liebe Corinna, vielen Dank noch mal für den Lehrgang vom 12.05. Walero galoppiert jetzt viel viel besser und ich habe endlich mal wieder ein Bergauf-Gefühl. Viele Grüße, Alexandra“

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Eine E-Mail von Karin
zum Lehrgang vom 24.03.07:
„Liebe Corinna, tausend Dank noch mal für den Tag gestern mit Dir und Negócio. Ich kann es heute noch immer kaum glauben, was ich da gestern fühlen und reiten durfte. Ich habe viele Eindrücke mitgenommen. Mal sehen wie sich das hier zu Hause noch auswirkt… Herzliche Grüße, Karin“

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