Stanleysittich

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Plattschweifsittiche (Platycerini)
Gattung: Plattschweifsittiche i. e. S. (Platycerus)
Art: Stanleysittich
Wissenschaftlicher Name: Platycerus icterotis
(Kuhl, 1820)

Aufgrund seiner Färbung wird der in Südwest-Australien beheimatete Stanleysittich auch Gelbwangensittich oder Gelbwangenrosella genannt.
Er bevorzugt ein locker mit Bäumen bestandenes Grasland oder offene Wälder. Ihre Verbreitung ist ungleichmäßig und lückenhaft. Regional unterliegt die Bestandsdichte großen Schwankungen.

Die Paarbildung ist oft lebenslang bei enger Bindung der Partner aneinander. Die Vögel leben in kleinen Familienverbänden und Schwärmen bis zu 25 Tieren.
Stanleysittiche ernähren sich von Sämereien, Früchten, Kräutern und Insekten. 
Mit zwölf Monaten werden Stanleysittiche geschlechtsreif. Das Nest wird meist in einer Baumhöhle angelegt. Das Gelege umfasst drei bis sieben Eier. Die Brut erfolgt ausschließlich durch das Weibchen. Nach einer Brutzeit von 20 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind nach ungefähr 35 Tagen flügge.
Stanleysittiche sind ca. 25 cm lang und wiegen ca. 55 – 80 Gramm.

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Am Nachmittag des 22. Mai 2020 zog „Stanley“ ein. Mein erster Stanleysittich, der zuvor in Einzelhaft in einer Zimmervoliere saß.
Er trägt keinen Ring, sein Alter ist unbekannt.

Als ich zusagte, ihn zu übernehmen, suchte ich einen Namen wie „bunt“, „Der Bunte“, „farbenfroh“ oder ähnliches und wurde hier auch fündig.
Als ich ihn sah, wusste ich, wonach ich suchen musste – Samt.
Sein Rückengefieder sieht aus wie Samt.
Und darum hieß er (der vorher Stefan hieß… STEFAN!!) hier anfangs Velvet.
Der Name ging aber irgendwie bei seinem Anblick nicht so leicht über die Lippen wie das schön klingende „Stanley“ – und so heißt er nun einfach nach dem, was er ist 🙂

Am nächsten Morgen durfte er die Außenvoliere kennenlernen und war ziemlich begeistert. Er sah einen Hoodie rausgehen und ging mal neugierig und in Ruhe hinterher.

Das Wetter interessierte ihn überhaupt nicht (es war relativ frisch), er guckte und lauschte und trällerte und flog sehr elegant seine Bahnen.

Seine Farben werten die Voliere echt auf! Was für ein schöner Vogel!

Die Hoodies (hier Earth) und Glanzsittich Fényes waren total interessiert an ihm. Er reagierte mit freunlicher Zurückhaltung.

Er fand schließlich die Obstschale – mal sehen, was er am liebsten mag!

Das war ziemlich schnell klar.
Nix Erdbeermund – Himbeerschnabel! 🙂

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