Collett- bzw. Hoodedsittiche

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Plattschweifsittiche (Platycercini)
Gattung: Singsittiche (Psephotus)
Art: Collettsittich
Wissenschaftlicher Name:
Psephotus dissimilis
(Collett, 1898)

Der Collettsittich (auch Hooded- bzw. Schwarzkappensittich) kommt ausschließlich im Norden des Northern Territory Australiens vor. Sein Lebensraum sind vom Monsun geprägte Tropen. Hier besiedelt er die offene Baumsavanne und spärlich baumbestandenes Grasland mit einem hohen Anteil an Termitenhügeln. Das Verbreitungsgebiet hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts stetig verkleinert und die Bestandszahlen sind rückläufig. Viele Regionen des ehemaligen Verbreitungsgebietes weisen nur noch ein lückenhaftes Vorkommen dieser Art auf. Zwischen einzelnen Populationen findet kein genetischer Austausch mehr statt. Eine Neubesiedelung von Regionen, in denen der Collettsittich einstmals vorkam, findet offensichtlich nicht statt. Die Art ist in Australien geschützt und wird auf dem Anhang I der CITES-Vereinbarung geführt.

Der Collettsittich erreicht eine Körperlänge von 27 Zentimetern und wiegt zwischen 50 und 60 Gramm.
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Ich stand vor ihnen, staunte und ahnte, dass ich sie mitnehmen musste – ohne in dem Moment zu wissen, welche Art da saß. Tatsächlich sind sie extrem selten und ich freue mich riesig, dass die beiden wildfarbenen (Mutationen gibt es im Prinzip nicht) nun meinen bunten Schwarm vergrößern.
Die beiden sollen ca. 2 Jahre alt sein. Die farbigen Ringe sagen allerdings etwas anderes: Hoodin ist 2017 geschlüpft und Collette 2013.
Ich habe mir die Namensgebung in diesem Fall mal sehr einfach gemacht 🙂

Collette

Hoodin

Die beiden waren scheu und hielten Abstand von den anderen. Nach einiger Zeit hatten sie sich sehr gut angepasst. Sie saßen fast immer dicht beisammen, nachts hatten sie sich einen Ast als Schlafplatz ausgeguckt, der ihnen zum Glück nicht streitig gemacht wurde, und da kuscheln sie sich abends immer aneinander.

Nach vier Wochen wurde der Abstand zwischen ihnen auch schon mal größer, auch wenn sie weiterhin sehr fixiert aufeinander sind. Aber sie wurden deutlich entspannter. Sie sind niemals laut, nagen nicht – tolle Vögel. Aber sie suchen keine Nähe zum Menschen, wie manche andere das tun.

Am Valentinstag 2019 konnten die beiden an einem wunderschönen Tag endlich die Voliere kennenlernen:


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