Haltung

Mein Vogelschwarm besteht derzeit aus Wellen-, Bourke-, Nymphen- und jeweils einem Schön-, einem Glanz und einem Feinsittich. Eine Zeitlang gehörten auch Ziegensittiche dazu. Und seit Ende 2018 bereichert ein Sperlingspapagei die bunte Truppe.

Es ist faszinierend, die unterschiedlichen Charaktere und Verhaltensweisen zu beobachten, wie sich Pärchen finden und wer sich wem gegenüber als Chef aufspielt, wie gemeinsam geflogen wird, so dass es den Anschein hat, sie fliegen und spielen und toben wirklich zum eigenen Vergnügen.

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Einzel-, Paar- oder Gruppenhaltung?

Nachdem ich diese große Gruppe (zeitweise waren es 20 Vögel in 4 Sorten) nun über einen längeren Zeitraum hinweg beobachte, denke ich, weniger als vier Wellen- oder Bourkesittiche darf man nicht halten. Und bei den Nymphen- und Ziegensittichen ist ein Pärchen das allermindeste, aber auch hier gilt natürlich je mehr, desto besser für die Vögel. Aber – sie müssen alle das Empfinden von genügend Raum haben und gerade die „Fußgänger“ lieben Schlafplätze, die eine Fläche bieten, also keine Gitter oder Stangen.
Bei den Schön-, Glanz- und Feinsittichen sieht es mit der Menge ggf. schon anders aus, da kann es bei zu vielen zu ernsten Streitigkeiten kommen. Dafür tun sich diese 3 Arten aber auch untereinander zusammen, so dass man hier nicht zwingend mehrere derselben Art haben muss. Dazu würde auch ein Schmucksittich passen.
Sing-, Spring- und weitere Sittiche können dann problematisch werden, wenn nicht wirklich viel Platz zum Ausweichen da ist. Also wahllos alles zusammenschmeißen sollte man nun gerade nicht 🙂

Einzelhaltung ist schlicht Tierquälerei, auch wenn Sittiche, die aufgrund ihrer Schnabelform immer zu lächeln scheinen, den Eindruck vermitteln mögen, doch gut damit zurecht zu kommen. Und sie zwitschern doch meist so fröhlich vor sich hin. Natürlich werden Einzelvögel zahmer und anhänglicher – gerade Wellen- und Bourkesittiche, Schönsittiche lassen sich da nicht so übertölpeln – aber um welchen Preis…?

Paarhaltung kann einer Zwangsehe gleichkommen und völlig daneben gehen, auch wenn sich Zwangspaare in der Regel einander anschließen, nach dem Motto „besser als nichts“.
Ich habe bei mir schon solche Zwangspaare aufgenommen, die sich sofort anderen anschlossen, kaum dass sie zwei Stunden hier waren. Da spürt man schon, was man denen damit angetan hat.

Natürlich ist Gruppenhaltung die Idealform, insbesondere für Wellensittiche, die in Australien in riesigen Schwärmen leben. Die Gruppe bietet Sicherheit und die Möglichkeit, individuelles Sozialverhalten auszuleben.
Hier sieht man mal drei Sorten sehr dicht beisammen: oben und in der Mitte je ein Ziegensittich, unten zwei Bourke- und zwei Wellensittiche.

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Wenn ich sehe, wie sich unter meinen jetzt die Paare selbst finden können (und sich dafür teilweise Jahre Zeit lassen!), sich aber auch aus dem Weg gehen können, wenn die Sympathie eben nicht stimmt, dann halte ich eine Gruppe von vier (gleichartigen) Vögeln für das Minimum, um Sittichen gerecht zu werden. Die Zahl der Männchen sollte überwiegen. Hennen sind bei fast allen Sittichen streitlustiger. Wie im Leben…
Auch hier spreche ich jetzt von Wellen-, Bourke- und Nymphensittichen.
Bei Schön-, Glanz- und Feinsittich können 2 Jungs zu echten Streithähnen mutieren, hier ist also Vorsicht geboten bei Männer-Überschuss.

Käfig? Voliere? Zimmer?
Zimmervolierenkäfig??
Meine Sittiche hatten permanent die Möglichkeit, ein 16 Quadratmeter großes Zimmer (meine „Indoor-Voliere“…) zu nutzen. Ein Fenster war vergittert, so dass es ganz zu öffnen war und Sonne und Wind direkt herein kamen. Da wurde dann auch oft auf der Fensterbank ein Sonnenbad genommen oder der Wind genossen.

Die Wellensittiche zogen mit den Schönsittichen 2017 zuerst um in eine Voliere im Keller, da ich Atem-Probleme durch den Federstaub bekam. Bevor daraus eine echte Allergie wurde und ich die Vögel hätte abgeben müssen (grauenhafte Vorstellung, aber tatsächlich kann das auch nach vielen, vielen Jahren Vogelhaltung passieren), baute ich in einem Kellerraum eine Zimmervoliere, die ich allerdings ziemlich schnell umbaute an die Fensterseite. Durch das Fenster konnten sie nun nach außen in den dort vorgebauten extrem großen Käfig, also mein kleiner „Außenvolieren-Vorläufer“.
Die Bourkis blieben erstmal noch im Zimmer – die sind deutlich ruhiger und verblüffenderweise hielt ich deren Federstaub aus.
Ich wollte unbedingt vermeiden, meine Vögel in andere Hände zu geben, und das war die Lösung. Erstmal zumindest, denn ich haderte schon mit dem Keller und dachte ständig auf einer für die Vögel noch besseren Lösung herum. Die kleine Außenvoliere wurde nur von den Schönsittichen genutzt, die Wellis waren Stubenhocker. Es war die Nordseite und somit bekam der Außenkäfig bzw. das Fenster nur ziemlich wenig Sonne ab.

Eine super Lösung fand sich im Sommer 2018 – ich baute noch einmal enorm um. Sie zogen von der Nordseite in den deutlich helleren Raum auf der Westseite des Hauses. Hier baute ich nun eine richtige Voliere an die Hauswand, und die wurde auch von allen mit Begeisterung genutzt.
Die Bourkesittiche zogen nun doch mit dazu und nach kurzer Zeit kam Nymphensittich „Grisaj“ dazu, da ich nun wieder „Notfedern“ zu mir holen konnte und wollte.
Und so stieg die Vogelzahl plötzlich noch einmal ganz ordentlich an.
Und die Sortenvielfalt wuchs.
Ich bin so glücklich mit dieser Innen-/Außen-Voliere!
Und die Vögel erst!!!

Drinnen? Draußen? Beides?
Und seitdem denke ich nochmal anders über die Haltung. Ich dachte, das große Zimmer sei schon klasse. Wenn ich jetzt aber sehe, mit welcher Freude und Selbstverständlichkeit meine Vögel bei Wind (nordischem Wind!) und Wetter (nordischem Wetter!) draußen sitzen, sich durchpusten, nass regnen und von der Sonne bescheinen lassen, dann geht Haltung ohne „außen“ tatsächlich auch eher gar nicht.

Ich kriege das Würgen beim Gedanken an die Käfige, die im Handel angeboten werden. Die verdienen den Namen „Käfig“ wahrlich. Bitte bitte kaufen Sie nicht diese Gittergestelle (möglichst noch mit senkrechten Gittern – wer stellt so einen Schrott noch her??) von der Größe zweier Schuhkartons! Das ist wirklich nur zu rechtfertigen, wenn eben dieser Käfig niemals verschlossen wird und den Vögeln ausschließlich als frei wählbarem Rückzugsort und Schlafplatz dient bei ständigem Freiflug im Zimmer.

Sofern täglich (mehrere Stunden!) Freiflug gewährleistet ist, mag so ein „normaler“ Käfig aus dem Zooladen seinen Dienst tun, zum Glück scheint jedoch auch so langsam in den Läden der Trend zu größeren Käfigen zu gehen. Zumindest sind große Käfige deutlich leichter zu bekommen als früher – und immens teuer sind sie inzwischen auch nicht mehr.
Dennoch – ohne Freiflug (ob die Vögel die Möglichkeit nutzen oder nicht) ist Vogelhaltung im Käfig ausnahmslos Tierquälerei!

Wasserstelle oder Badehaus? Für Großsittiche bzw. Papageien gibt es Badehäuser zum Anhängen, die doppelt so groß sind wie die für Wellensittiche. Hier können die Vögel wenigstens die Flügel richtig ausbreiten! Nachdem ich das große Badehaus entdeckt habe, wurde das „normale“ kleine aussortiert. Zudem steht noch ein größeres Becken (da sind Wasserschildkröten-Becken aus dem Terrarienbedarf perfekt!) als Badestelle am Fenster bereit, was endlich meine Ziegensittiche davon abhielt, immer im Wassernapf des Kaninchens zu baden… 🙂

Die im Handel erhältlichen großen Käfige, so genannte Zimmervolieren, sind oft deutlich höher als breit, was natürlich für den Menschen platzsparend, für Vögel jedoch, die ja keine Hubschrauber sind, völlig unsinnig ist. Insbesondere die „Läufer“, wozu alle Grassittiche gehören, wollen und müssen Bodenfläche haben. Idealerweise mit verschiedenen Bodenbeschaffenheiten.
Volieren sollten also selbst gebaut werden, und zwar breiter als hoch. Die zehnfache Flügelspannweite halte ich für das absolute Minimum, was einem Vogel als Fläche gegönnt sein sollte – das sind bei den kleineren Sittichen gute drei Meter.

Schlafplätze

Wellensittiche schlafen gerne auf etwas, was schaukelt (immer mehr Schaukeln oder Möglichkeiten aufhängen als Vögel da sind, es gibt auch so oft genug Streit um die vermeintlich beste…). Generell werden sie hohe Plätze suchen, und wenn bei drei Vögeln nur eine hoch hängende Schaukel vorhanden ist, ist Streit vorprogrammiert. Ideal sind schwingende Äste unterschiedlichen Durchmessers, die den Vögeln viel Platz bieten und sich bewegen.

Bourke- und Ziegensittiche suchen sich gerne Plätze, die eine ebene Fläche bieten. Sie mögen weder auf Gitterstäben noch auf Stangen oder Schaukeln schlafen. Auf dickeren Zweigen schlafen sie durchaus mal, aber am liebsten – gerade die Ziegensittiche – kugeln sie sich auf ebenen Flächen zusammen, die möglichst einen Überblick über die anderen Vögel bieten. 

Die Schönsittche schlafen auf Ästen und auch auf ganz dünnen Zweigen – stelle ich mir zwar ungemütlich vor, aber wenn sie’s mögen…

Generell sitzen alle so, dass sie in den Raum schauen können, wenn etwas ist. Kein Vogel schläft mit dem Rücken zum Raum und keiner auf deutlich niedrigeren Plätzen als die anderen. Auch hier muss also für genügend Platz und Möglichkeiten gesorgt werden.

Stangen und Schaukeln
Die handelsüblichen Schaukeln oder Stangen haben meist einen ähnlichen und viel zu kleinen Durchmesser. Bieten Sie also Äste an (und basteln Sie daraus Schaukeln und Leitern selbst), die zumindest an einigen Stellen so dick sind, dass sich die Krallen beim Umfassen nicht berühren!

Abwechslung
Die Wellensittiche lieben es, zu fliegen, zu klettern und zu nagen (vor allem die Weibchen. Das sind Zerstörungskünstler). Sie brauchen neben ausreichendem Flugraum also verschieden dicke Zweige und Äste und Nagematerial wie Pappe (das Innenleben von Klorollen!), Papier, Zeitung, Zweige oder Korkeiche.

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Die Bourkesittiche drehen morgens und in der Abenddämmerung ihre Flugrunden, tagsüber dösen sie meist. Sie scheinen sich mit extrem wenig zufrieden zu geben, was aber nicht heißen soll, dass man ihnen nichts bieten sollte! Auch sie genießen es, auf verschieden dicken Zweigen und Ästen ruhen zu können, zum Dösen suchen sie oft ebene Flächen und – sie wollen Laufflächen haben. Idealerweise mit unterschiedlichen Materialien. Sie sind extrem geschickt am Boden, sind auch oft auf dem Teppich zu finden (meiner war grün, das war unbewusst, aber im Nachhinein die denkbar beste Wahl. Die Vögel liebten diesen Teppich!). Meine Bourkis nagen überhaupt nicht und klettern kaum.

Treffpunkt Fußboden: der Kaninchen-Futterplatz wird von zwei Ziegensittichen, einem Schön- und einem Bourkesittich gestürmt
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Ziegensittiche sind extrem agil und viel in Bewegung. Sie sind ungeheuer elegante, geschickte Flieger und klettern viel und gerne. Sie erkunden alles und auch wenn sie die größten waren, waren sie es doch, die ich immer am meisten gesucht habe. Tarnungs-Künstler! Ihnen reichte das Zimmer nicht – sie hatten sofort raus, wo der Durchgang für die Kaninchen war und waren fortan im ganzen Haus zu finden. Bzw. zu suchen…
Ziegensittichen muss man wirklich etwas bieten!
Auch sie brauchen Laufflächen, wenn nicht gar Springflächen – Feliz sprang mit Begeisterung in großen Sätzen über den Teppich, während Giallo wieder und wieder auf der weichen Lehne meines Schwingsessels oder auf dem Bett herumrannte. Die beiden saßen mit Vorliebe im Bücherregal.
Ziegensittiche baden sehr gerne, sollten also eine „Badewanne“ zur Verfügung haben. Ihr Nagebedürfnis hält sich relativ in Grenzen, der Schnabel zerlegt aber sehr viel schneller und gründlicher Bücher, Stromkabel und anderes als es die kleineren Schnäbel der anderen tun. Also – alles sichern, was heil bleiben soll! Bei den Büchern reicht ein darüber gelegtes Handtuch.

Die Schönsittiche sind so ein bisschen die Mischung aus allen – tolle Flieger, gute Kletterer, schnelle Läufer und hier und da nagen sie auch einmal, aber doch sehr in Maßen. Auch sie brauchen also unbedingt Laufflächen und verschiedene Zweige neben viel Platz und geistiger Beschäftigung.

Mein damaliges Vogelzimmer:9..

Auf zwei halbhohen Schränken, die mir als Kleiderschränke dienen, befanden sich die Laufflächen. Hier noch ausgelegt mit – wie heißt das Zeug? – das, was man beim Malen auf den Boden legt, unten Plastik, obenauf so eine Art graumelierter Stoff…
Das optimierte ich aber immer mehr, dieser Stoff ist nicht gut zu reinigen, so dass er mindestens einmal im Monat komplett ausgetauscht werden musste.
Ausgestauscht habe ich schließlich gegen PVC-Beläge, passend zugeschnitten, die ideal zu reinigen und nicht zu glatt für die Vögel sind. Das funktionierte super und sieht aus wie Holz (da gibt es ja inzwischen Unmengen Varianten).
Um das Reinigen noch einfacher zu machen, legt man das mit Zeitung aus, die man einfach zwischendurch komplett einsammelt und wegschmeißt.
Auf den Flächen stehen Schalen mit Vogelsand, Spielplätze (sehr gut individuell selbst zu bauen), ein Heutunnel (aus dem Nagerbedarf), hier liegt auch mal Obst, hier hängen Kräcker und Hirsekolben – so dass Vogel sich anstrengen muss, um ranzukommen.

Die Seite am Fenster:6

Der Nagerbedarf in Zoogeschäften hat auch einiges für Sittiche zu bieten, so z. B. die Holzbrücke. Diese ist individuell formbar und ein sehr beliebter Aussichtsturm meiner Vögel. Auch die darunter liegende Höhle wird gerne genutzt. Die eine Fensterseite ist von außen komplett mit Kükendraht gesichtert, so dass dieses Fenster jederzeit gekippt oder auch ganz geöffnet werden kann (generell Vorsicht mit gekippten Fenstern! Im unteren Teil können die Vögel auch mal festhängen…). Auf der rechten Seite ist noch ein Teil eines selbst gebauten Spielplatzes zu sehen, an dem Gräser, Hirsekolben und Kräcker befestigt werden können. Die Fensterbank ist mit Vogelsand-Papier ausgelegt, das leicht zu wechseln ist.
Auf diesem Bild sind tatsächlich einmal alle vier „Sittich-Sorten“ vereint: unter der Holzbrücke Ziegensittich Feliz, obenauf Wellensittich Rainbow und Bourkesittich Rubiño, unten an der Holzbrücke Schönsittich Naranja, daneben die Bourkesittiche Luz Roja und Adorável. So dicht zusammen sind alle vier Arten selten.

Die Käfigseite:

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Auch hier hängen ein beweglicher Ast und die Leiter an der Decke, der Käfig selbst steht so, dass die Schaukeln etwa auf menschlicher Augenhöhe sind. Zwei Ein- bzw. Ausgänge befinden sich links und rechts und zwei an der Vorderseite. Der Käfig steht gegenbüber der Fensterseite. Rechts sieht man die Zimmertür, die hier noch mit einem Lamellen-Fliegenvorhang geschützt ist. Insbesondere Wellensittich Rainbow hatte es aber raus, durch die Lamellen zu schlüpfen, so dass er immer wieder Ausflüge im Haus unternahm. Dieser Vorhang wurde durch eine feste Fliegengittertür ersetzt, an deren unterer Seite eine bewegliche Stoffbahn für die Kaninchen angebracht war. Die sollten ja auch weiterhin rein und raus können, wie sie wollen, während ich das bei den Vögeln gerne unter Kontrolle hätte. Die Ziegensittiche hatte ich später aber auch mit der festen Fliegengitter-Tür zugegeben überhaupt nicht mehr unter Kontrolle – die haben sich sehr genau angeguckt, wie die Kaninchen rein und raus liefen und ab dann musste ich sie ständig suchen… 🙂

Die einzelnen Flächen sehen nie sehr lange gleich aus. Häufige Wechsel der Anordnung der einzelnen Dinge machen die Vögel neuen Dingen gegenüber entspannter und neugieriger. Das heißt nicht, dass man täglich alles umstellen sollte, aber so alle ein oder zwei Wochen kann ja mal der eine Spielplatz nach dort und die eine Buddelschale nach da wandern.

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Verschieden große Äste und Zweige fordern die Muskulatur der Beine und Füße heraus, während immer gleich große Stangen (schlimmstenfalls aus geriffeltem Plastik) die Muskulatur ermüden lassen und das Greifen der Füße verschlechtern. Die Zweige hängen an der Decke und sind damit beweglich, was die Wellensittiche großartig finden, kommt es doch Bäumen in freier Natur nahe. Hier fällt auch schon mal einer runter, wenn er gerade nicht aufpasst und zwei, drei Wellis den Ast stürmen. Tagsüber schlafen ist hier also eher nicht erste Wahl, während die Zweige der Spielplätze durch ihre Unbeweglichkeit Ruhe ermöglichen.

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Die Buddelschalen beinhalten Nagerüberstreu, die es in verschiedenen Varianten gibt und die viel Knabbermöglichkeiten bieten, dazu kommen immer wieder mal Schalen mit selbst angesätem Grün (zehn Tage züchten, einen Tag zum Zerlegen und komplett umwühlen…) neben Schalen mit Vogelsand und Grit oder Schalen mit Erde. Die Ziegensittiche haben es vorgemacht, alle anderen machen es nach: hier fliegt ständig der Inhalt der Schalen durch die Gegend. Ein relativ hoher Rand ist also bei den Schalen mit Erde oder Nagerüberstreu sinnvoll.

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Sittich-Nothilfe 🙂
Wellensittich El Décimo war hier bereits gute zehn Jahre alt und die Flugfähigkeit ließ spürbar nach. Er flog zwar noch gerne – aber nur noch abwärts. Ihm hatte ich also eine Leiter gebaut, mit der er jederzeit zurück zum Käfig kam.

Diese nutzte aber auch Ziegensittich Feliz – zu faul zum Fliegen??

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Sommer 2018 – meine Voliere!
Zug um Zug wurde im Keller weiter um- und ausgebaut, und so sah erstmal die „kleine“ Variante aus, die von allen Vögeln begeistert angenommen wurde. Die Vergrößerung wurde kurz darauf umgesetzt, so dass meine Vögel noch den tollen Herbst draußen genießen konnten.

So sah es anfangs innen aus:

Und so draußen:

Innen bekamen meine Piepser dann schließlich den kompletten Raum, und mit den dadurch frei werdenden Volierenteilen baute ich die Voliere draußen größer.
Die fertige Version erfreut mich (und die Vögel) täglich auf’s Neue!

Die neue Draußen-Variante bot dann allen etwas – den Sonnenanbetern und den Schattenparkern, mit Windschutz, Teil-Dach und vielen ruhigen oder schwingenden Sitz- und Klettermöglichkeiten:

Der Boden ist zwar super zum Krallen abnutzen, ist inzwischen aber mit Sand ausgestreut, lässt sich viel besser reinigen!


 

Damit der Raum innen nicht zu stark auskühlt, füllt ein dickes Schaumstoff-Stück den Fensterrahmen aus, hier ist ein kleiner Durchflug. Bei Minusgraden bleibt das Fenster allerdings zu.
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