Nymphensittiche

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie:Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Nymphensittich (
Nymphicus hollandicus)
Wissenschaftlicher Name: Nymphicus
(Wagler, 1832)

Nymphensittiche besiedeln fast den gesamten australischen Kontinent. Sie leben sehr nomadisch und streifen in großen Teilen ihres Verbreitungsgebietes umher. Durch diese ständige Durchmischung der Population haben sich keine erkennbaren Unterarten entwickelt.

Um 1840 kamen die ersten Wildfänge nach Europa, zehn Jahre später wurden sie erfolgreich gezüchtet. Die Wildform erreicht eine Körperlänge von 32 Zentimetern. Die Vögel werden zwischen 73 und 102 Gramm schwer.

Innerhalb der Ornithologie war lange strittig, ob der Nymphensittich zur Familie der Kakadus oder zu den Eigentlichen Papageien gehört und dort mit anderen „Sitticharten“ näher verwandt ist. Alternative Bezeichnungen wie Kakadusittich und Keilschwanzkakadu deuten auf diese Unsicherheiten hin. Inzwischen wird er den Kakadus zugeordnet. Es unterscheidet sich jedoch kein anderer Kakadu so stark von den übrigen Vertretern der Familie wie der Nymphensittich, weshalb er auch in eine eigene Gattung gestellt wird.

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Ich muss so 4, 5, 6 gewesen sein, da hatten wir mal eine Zeitlang zwei „normal graue“ Nymphensittiche – Peter und Paul.
Wenn ich das recht entsinne, waren uns die zugeflogen und möglicherweise konnten wir sie ihren Besitzern irgendwann zurück geben, keine Ahnung, sehr lange waren die beiden jedenfalls nicht bei uns.
Ich erinnere den genauen Ablauf nicht mehr, aber die Lautstärke blieb mir im Gedächtnis. Nie mehr Nymphen! Das war mal klar.
Gute 50 Jahre lang war das mal klar.

Und dann war meine Außenvoliere fertig und ich beschloss, wieder Notfälle aufzunehmen und diese armen Einzelvögel, die in einem viel zu kleinen Käfig (bzw. überhaupt im Käfig…) auf Omas Kühlschrank vor sich hin vegetieren. Ich dachte da mehr so an Wellensittiche und andere in dem Format, aber dann kam die Anfrage, ob ich einen 17jährigen Nymphensittich nehmen würde, der immer seine Partner überlebte und seit einem halben Jahr wieder alleine war. 
Ich dachte einen Moment nach und hoffte einfach mal, dass er keiner von den ganz lauten sein würde – und nahm ihn.

Was für ein Hübscher! Kam zu mir mit der Ansage „nicht zahm, aber beißt nicht, fliegt vielleicht mal fünf Meter und liegt dann japsend am Boden“.
Er war jung zu dem Besitzer gekommen, kannte also nichts anderes als den jeweiligen Partner, den er hatte. Spannend!

Wie so ziemlich alle meine Vögel bekam er erstmal einen neuen Namen.
Am 23.8.2018 staunte „Grizaj“ (Esperanto: „grau“) nicht schlecht über sein neues Zuhause. Und saß dann nämlich einmal auf der Hand, bevor er in die relative Freiheit entlassen wurde.

Ich musste ein bisschen nachhelfen, damit er auch den Innenraum erkundete, aber nachdem er da das Wasser entdeckt hatte, machte ich mir keine Sorgen mehr. Grizaj ist mega freundlich zu allen, versucht mit jedem in Kontakt zu kommen, was die Schönsittiche überhaupt nicht witzig finden, die Wellis finden’s spannend und die Bourkis nahmen’s wie immer gelassen. So fand Grizaj sich ganz schnell zurecht und war ab dem zweiten Tag im Prinzip leise, weil er jetzt versucht, die komische Sprache der anderen zu imitieren. Sein Gekreische haben die ja nicht verstanden.

Er ist total entspannt, wenn ich in die Voliere komme, beobachtet, was ich tue, ist auf alles neugierig, was die anderen gut finden, schläft draußen (noch lassen die Temperaturen das zu, aber er hat schon gefroren zuerst! Selbst Schuld, hätte ja reingehen können) und wirkt, als wäre er schon ewig dabei. Besser hätte das nicht laufen können!

Nun lasse ich ihn aber natürlich nicht alleine, ich gucke schon im Netz nach einem Kumpel, aber da der (die) eine bewusste Anschaffung wird, schwebt mir natürlich wieder eine bestimmte Farbe vor 🙂
Sobald es zwei sind, berichte ich!

Auf jeden Fall bin ich aber sehr glücklich, Grizaj aufgenommen zu haben!

Natürlich sollte er nicht der Einzige seiner Art bleiben 🙂
Und so suchte ich mich quer durch’s Internet, aber die, die mir gefielen, saßen in Süddeutschland. Mein Hang zu Sonderlackierungen schlug auch hier natürlich wieder zu, es sollte ja nicht irgendeiner sein!
Am 2. September suchte und fand ich auf der Vogelbörse „Macchiata“ – 2018 geschlüpft,  noch nicht voll durchgefärbt, aber nach Aussage des Züchters wird er/sie (?) „nur noch gescheckter“. Wehe, wenn der Scheiß erzählt hat. Man weiß es bei den jungen Nymphen tatsächlich nicht unbedingt, und das Geschlecht ist auch schwer bestimmbar, so dass es nun noch spannend wird, als was sich „Macchiata“ (oder sonst eben später Macchiato = italienisch: fleckig) entpuppt. So lange sage ich einfach mal sie, bis sie mich vom Gegenteil überzeugt.

Es dauerte genau einen einzigen Ruf, da suchte Grizaj erstaunt, wo das herkam. Keine zwei Minuten, und die beiden saßen zusammen. Grizaj zurückhaltend, aber sichtlich begeistert, Macchiata hatte noch zu viel zu gucken.

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