2021

Fàsci kam super durch den Winter. Er blieb für seine Verhältnisse rund. Gefühlt bestand er aus Plüsch.
Ihm sollte wie immer der erste Ritt des Jahres gehören, aber als ich dieses Vorhaben Anfang Januar in die Tat umsetzen wollte, ging er ein wenig lahm. Das verhagelte mir sofort die Laune. Es wirkte anfangs wie ein Hufgeschwür. Das war es letztlich nicht, vermutlich war es ein leichter Arthroseschub. Nach wenigen Tagen war alles wieder ok. Und dann gehörte ihm der erste Ritt des Jahres, es fiel nicht schwer, so lange zu warten und mit Nacariño in der Zeit nichts zu machen. Die Kälte war ganz schön unangenehm.

Ich ritt zwischendurch, aber ziemlich selten. Na klar war er inzwischen fühlbar steifer, was seiner Energie und Bewegungsfreude aber normalerweise keinen Abbruch tat. Mehr als eine Viertelstunde saß ich meist nicht drauf, ich ließ ihn anbieten, er hatte Lust und machte die Dinge, die er gerne macht, so gut er kann. Piaffe und Terre à Terre bildeten immer einen schönen Abschluss. Der Rechtsgalopp war an manchen Tagen „kaputt“, an anderen hakelig, Linksgalopp ging immer, dann gab es aber auch Tage, an denen ein paar Serienwechsel möglich waren. Seitengänge im Schritt und im Galopp gingen auch, Trab sparten wir weitmöglichst aus. So hatten wir immer wieder mal ein paar Minuten Spaß aneinander.
Wahnsinn, dass das überhaupt noch geht! Das machte mich sehr glücklich. Wir kamen ohne Reiten aus, wenn es dann aber mal geschah, fanden wir es beide schön. So sollte es sein!

Am 20. Februar sah er so aus:

Und dann schenkte er mir einen wunderbaren Moment – er sitzt ja manchmal nach dem Liegen und ich darf auch dabei stehen. Abrufbar ist das nicht, aber an diesem Tag ließ er mir so viel Zeit, dass ich in Ruhe die Kamera mit dem Selbstauslöser ausrichten und diesen Moment festhalten konnte:

Ein kalter, aber so schöner gemeinsamer Tag an Fàscinos
29. Geburtstag!

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