Klasse: Vögel (Aves)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringilliidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae
Tribus: Carduelini
Gattung: Girlitze (Serinus)
Wissensch. Name: Serinus Serinus
Der Girlitz ist die kleinste europäische Art der Finken-Familie. Trotz seines auffällig gelben Gefieders ist der kleine und flinke Fink leicht zu übersehen. Anhand seines Gesangs, der meist von höher gelegenen Warten aus schallt, ist er aber meist recht leicht auszumachen.
Der Girlitz wurde im Jahre 2021 von BirdLife Österreich zum Vogel des Jahres gewählt.
Er ist eng mit dem Kanarengirlitz (= Kanarienvogl) verwandt. Der Girlitz hat eine Körperlänge von rund 11 – 12 cm, sein Körpergewicht beträgt nur etwa 11 – 13 g.
Der Girlitz ist in Kontinentaleuropa, Nordafrika und in Kleinasien verbreitet. In Südeuropa und Nordafrika lebt er als Standvogel, in Mitteleuropa und Kleinasien als Kurzstreckenzieher. Ab Mitte September bis Ende Oktober ziehen Girlitze i.d.R. aus Deutschland und Österreich in Richtung Mittelmeer ab. In milden Wintern kommt es vor, dass sie bei uns bleiben. Im April kehren sie wieder zurück, um zu brüten. In freier Natur haben Girlitze eine durchschnittliche Lebenserwartung von 3 – 5 Jahren. Leider fallen viele Girlitze schon viel früher (in einem Alter von bis zu einem Jahr) Fressfeinden zum Opfer.
Keine Ahnung, warum ich mal wieder auf die Seite des Elmshorner Tierheims guckte. Es gab keinen Plan, weitere Vögel anzuschaffen. Schon gar keine so winzigen – warum auch?
Keine Ahnung, warum ich mir die drei dann aber nochmal und nochmal aufrief. Und schließlich das Tierheim anrief.
Die freuten sich riesig über mein Interesse, kamen die drei doch aus schlimmsten Verhältnissen und sollten nur zusammen abgegeben werden. Es gab noch keine Interessenten für sie. Im Sommer waren sie in winzigen Käfigen gefunden worden, verletzt, ohne Futter und Wasser, neben diversen weiteren Käfigen mit Vögeln, die dieses Drama wohl nicht alle überlebt hatten.
Der Halter war verstorben, was eine Zeitlang unbemerkt blieb. Die Vögel, die gerettet werden konnten, wurden aufgepäppelt und nun vermittelt.
Und so nahm ich die drei – und damit noch einmal wieder eine neue Art – im Dezember 2025 zu mir und erfreue mich an ihrem Gesang – die beiden Weißbürzelgirlitze sehr leise brabbelnd, der Mosambikzeisig hat einen sehr eigenen, überraschend lauten Ton. Bin gespannt, ob er damit neue Vögel in den Garten lockt 🙂
Die drei lebten sich super schnell ein und scheinen sich ausgesprochen wohl zu fühlen.
Und da in der Tierheim-Voliere auch noch ein einsames Kanari-Mädchen saß, nahm ich die auch gleich noch mit 🙂
Die Namensgebung machte ich mir leicht – die beiden Weißbürzel heißen nun Mala und Malý, was auf bosnisch bzw. tschechisch „klein“ heißt, und Mr. Mosambik heißt Lille – klein auf dänisch.


