Girlitze

Keine Ahnung, warum ich mal wieder auf die Seite des Elmshorner Tierheims guckte. Es gab keinen Plan, weitere Vögel anzuschaffen. Schon gar keine so winzigen – warum auch?
Keine Ahnung, warum ich mir die drei dann aber nochmal und nochmal aufrief. Und schließlich das Tierheim anrief.
Die freuten sich riesig über mein Interesse, kamen die drei doch aus schlimmsten Verhältnissen und sollten nur zusammen abgegeben werden. Es gab noch keine Interessenten für sie. Im Sommer waren sie in winzigen Käfigen gefunden worden, verletzt, ohne Futter und Wasser, neben diversen weiteren Käfigen mit Vögeln, die dieses Drama wohl nicht alle überlebt hatten.

Der Halter war verstorben, was eine Zeitlang unbemerkt blieb. Die Vögel, die gerettet werden konnten, wurden aufgepäppelt und nun vermittelt.

Und so nahm ich die drei – und damit noch einmal wieder eine neue Art – im Dezember 2025 zu mir und erfreue mich an ihrem Gesang – die beiden Weißbürzelgirlitze sehr leise brabbelnd, der Mosambikzeisig hat einen sehr eigenen, überraschend lauten Ton. Bin gespannt, ob er damit neue Vögel in den Garten lockt 🙂

Die drei lebten sich super schnell ein und scheinen sich ausgesprochen wohl zu fühlen.

Und da in der Tierheim-Voliere auch noch ein einsames Kanari-Mädchen saß, nahm ich die auch gleich noch mit 🙂

Die Namensgebung machte ich mir leicht – die beiden Weißbürzel heißen nun Mala und Malý, was auf bosnisch bzw. tschechisch „klein“ heißt, und Mr. Mosambik heißt Lille – klein auf dänisch.