15.-17.4. – Messe NORDPFERD

Natürlich waren wir auf der diesjährigen NORDPFERD
im Tagesprogramm und in der Gala-Show zu sehen!

Mit dabei waren (unsere vierbeinigen Helden in alphabetischer Reihenfolge):

Argento (14j. Kladruber) mit Petra Köpcke
(2x Gala-Show, 1x Barockes Ensemble)
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Esperanzador (8j. Hengst, Friese / Lusitano / Andalusier)
(2x Gala-Show, 2x Barockes Ensemble)
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3
5

Gylling (17j. Islandstute) mit Tina Schumacher
(3x Isi goes classic)

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Joya (14j. P.R.E.)
(3x Variationen zu Pferde)
4
7
Joya feierte am Messe-Sonntag seinen 14. Geburtstag!
6

Loftsteinn von Krukow (21j. Islandpferd) mit Ebba Woywode
(3x Isi goes classic, 3x Variationen zu Pferde)

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Smily (19j. Knabstrupper) mit Ines Lampe
(2x Gala-Show, 2x Barockes Ensemble und 3x Variationen zu Pferde)
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Sureña (12j. Lusitano-Stute) mit Ines Diepenbruck
(2x Gala-Show, 2x Barockes Ensemble und 3x Variationen zu Pferde)
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Ostra (7j. Islandstute) mit Susanne Müller-Breitkreuz
(3x Isi goes classic, 3x Variationen zu Pferde)
9

Ousado (16j. Lusitano) mitSabine Tanneberg
(2x Gala-Show, 2x Barockes Ensemble und 3x Variationen zu Pferde)
11

Rein (6j. Friese) mit Steffi Krieger
(2x Barockes Ensemble, 3x Variationen zu Pferde)
10

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Sarah vom Thorhof (14j. Islandstute) mit Ulrike Stolzenberg
(3x Isi goes classic)
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Unsere Schaubilder:

täglich im Tagesprogramm: „Variationen zu Pferde“

täglich im Tagesprogramm: „Isi goes classic“
Hierzu eine E-Mail nach der Messe:
„Hallo Corinna, wir wollten Dir zu Deiner Show auf der Nordpferd gratulieren, wirklich gelungen. Eigentlich mögen wir keine Isis, aber was Ihr da gezeigt habt war wirklich einmalig und wir sind echt begeistert. Man kann mit Isis ja wirklich reiten und ernsthaft arbeiten. Klasse war auch, dass die Tölter direkt vor Euch dran waren und man den direkten Vergleich hatte. Ihr habt sie echt im Regen stehen lassen. Also, mach bitte weiter so!“

Freitag und Sonntag im Tagesprogramm: „Barockes Ensemble“
Freitag und Samstag: Gala-Show „Dreams“ – „Frühling der Einhörner“

Noch mehr Fotos aus vier tollen Tagen:

Ein wahrer Prachtkerl – und er weiß es…

mit Louis bei unserer morgendlichen Runde

wir genießen die Sonne…

… aber gespielt wird natürlich auch noch!

„unsere“ Wand

Rein

Joya (Variationen zu Pferde)

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morgens um sieben…

Ebba und Yu-ka-teh

Die tollen vier von „Isi goes classic“

Ousado, Joya, Yu-ka-teh

unsere Ausrüstungsbox

sie kann Seitengänge… Und EINERWECHSEL!!!

wenn es Abend wird…

… kommen die Einhörner aus dem Stall!

mit Schmetterlingen in der Mähne…

so tanzen sie ihren Frühlingstanz!

Joya mit Wind in der Mähne…

… oder Gerte im Maul

„im Auge Deines Pferdes siehst Du seine Seele“

DANKE an Louis, Joya, Bine, SAbine, noch ne Sabine, Ines und Ines, Pedi, Steffi, Ebba, Susi, Ulrike, Tina, Tita und Astrid…!!!

Eine E-Mail von Patrizia aus Lübeck:
„Süße, die Nordpferd war wieder toll!! Der kleine Joya ist ja eine echte Knutschkugel. Wir haben ihn ja nur Freitag gesehen und waren total verblüfft und erstaunt, was er da schon alles konnte, wenn auch noch ein bisschen aufgeregt. Dein Lachen und Deine Lebensfreude auf ihm haben aber mal wieder über alles hinweggestrahlt 🙂 SO will ich Reiter sehen! Denen soll man ansehen, dass sie auf ihr Pferd stolz sind und glücklich, es zu reiten – und das färbt dann auch wieder auf die Pferde ab. Das Prinzip von Ursache und Wirkung im Rückwärtspurzelbaum sozusagen. Ansonsten fanden wir, dass der Kleine Dir wie die Faust auf’s Auge steht. So gut, dass einem nicht so sorgfältigen Beobachter vermutlich gar nicht aufgefallen ist, dass das weisse Pferd auf dem die Corinna Scholz sitzt nicht mehr Negócio heisst. Die zwei sind sich ja schon ganz schön ähnlich im Ausdruck…“

Mein eigener Rückblick auf die diesjährige NORDPFERD:
Für mich sind die Wochen vor einer Messe ja immer viel schlimmer als die Messe selbst – da komme ich endlich dazu, mich ein Stück weit zu erholen. Vorher muss so viel bedacht, geplant, organisiert, überlegt und vorbereitet werden, und da wir mit immerhin elf Pferden in Neumünster einfielen, für die ich ja dann immer Namensschilder mache und alle Texte vorbereite und die Musik und… und… und… und so gab es mal wieder im Vorwege reichlich zu tun. Wie jedes Mal war es auch hier wieder ein bunter Mix aus showerfahrenen Reitern und Pferden und „Greenhorns“, und es schien mir, als sei die Stimmung untereinander in diesem so gemischten Team so entspannt und vertrauensvoll und fröhlich wie noch nie gewesen. Es war einfach großartig: die Hilfsbereitschaft untereinander, die gute Stimmung, die Einsatzbereitschaft, das Durchhaltevermögen, die wirklich guten Leistungen mit und auf den Pferden während der Vorstellungen und dieses Gefühl von Gemeinsamkeit. Das habe ich selten so intensiv und so schön erlebt.

Ein großes Highlight im Tagesprogramm waren unsere vier klassisch gerittenen Isländer in „Isi goes classic“. Ein Yu-ka-teh, der sich unter Ebba ein Bein ausriss, um jeden Tag noch besser zu gehen als am Vortag und der sich unglaublich biegsam präsentierte, eine Ulrike, die ich immer nur lachend gesehen habe, obwohl sie im Vorwege am aufgeregtesten erschien und die ihre sehr gehfreudige Emma ausgezeichnet vorstellte, die bewegungsstarke Ostra mit der so schön sitzenden Susi, die Isi-Fans mal eine Idee davon gab, wie ein Isländer traben kann (da können Großpferde blass werden…) und Tina, die mit schönem Sitz und ruhiger Hand die ungeheuer quirlige Gylling sanft und sicher durch die Halle steuerte, so dass sich Gylling während des Schaubildes tatsächlich ein wenig entspannen und loslassen konnte. Hörten wir noch am ersten Tag „wenn ich gewusst hätte, dass man Isländer auch so reiten kann, hätten die mich viel früher interessiert“ (Treffer! Versenkt! Das wollten wir erreichen!), so mussten wir doch auch auf die Frage „aber wie sieht denn bei denen nun der Tölt aus??“ eingehen – und das taten die vier am Samstag und Sonntag. Alle durften tölten, so der Tölt sich anbot, und Yu-ka-teh spielte dabei sogar noch mit Spannung und Nachgiebigkeit, dass es nur so eine Wonne war. Dieses Quartett bekam ausgezeichnete Rückmeldungen von den Zuschauern.

Das Tagesprogramm-Schaubild, an dem mein Herz am meisten hängt, ist natürlich das „Barocke Ensemble“. Der Text, von Tatjana und Sabine sehr schön gelesen, informierte die Zuschauer über barocke Pferde und Barockpferde-Rassen. Wir konnten immerhin fünf davon vorstellen: Louis demonstrierte, wie ein wahrhaft barockes Pferd aussehen soll mit seinem Mix aus drei Barockpferderassen, Ines stellte ihre Lusitano-Stute Sureña in der Arbeit an der Hand vor, Sabine ihren Lusitano Ousado unter dem Sattel, Ines zeigte ihren Knabstrupper Smily in der Arbeit am Langen Zügel, Steffi ritt ihren Friesen Rein im Damensattel und Petra ihren Kladruber Argento, der leider nur am Freitag dabei war. Spanier kennt inzwischen jawohl jeder, hofften wir mal so, und ich war der Meinung, dass in einem Barockbild eher Louis als Joya zu sehen sein muss. Der präsentierte sich an der Hand verspielt und gehfreudig, legte sich jedes Mal anstandslos und schnell hin und hatte ganz offensichtlich Spaß am gemeinsamen Tun. Wir stellten unsere Pferde also ihrem Können entsprechend in den bekannten Arbeitsweisen und Lektionen der klassisch-barocken Reiterei vor. Natürlich alle im Barock-Kostüm, die Mähnen geflochten und verziert, manche Pferde mit Prunkzaum. Mit ruhiger Barockmusik untermalt bietet dieses Bild den Zuschauern immer Zeit zum Entspannen.

Und natürlich durften auch die „Variationen zu Pferde“ nicht fehlen. Hierfür mögen 5 Minuten verdammt kurz sein, in der angenehm großen Halle passte es dann aber doch sehr schön, jede Reitweise hatte gut 30 – 40 Sekunden Zeit. Während des ca. 40sekündigen Eingangs- und Abschlusstextes ritten wir bunt durcheinander, dazwischen zeigte jeder zu eigener Musik und eigenem Text in der Mitte „seine“ Reitweise: Susi mit Ostra Arbeit an der Hand, Steffi mit Rein Reiten im Damensattel, Ines mit Sureña Arbeit am Langen Zügel, Bine mit Ousado Doma Classica, Ebba mit Yu-ka-teh den vierten Gang, Joya und ich klassisch-barocke Reiterei und Ines mit Smily Reiten mit Halsring. Das Bild gelang an allen Tagen gut und Joya steigerte sich jedes Mal um Längen, am 2. Tag durfte ich ihn einhändig blank reiten (wie es sich für klassisch-barock eigentlich gehört), am dritten Tag bot er mit auf der Mittellinie Dreierwechsel an, die ich natürlich freudestrahlend annahm. Ihm und mir hat die Messe einen richtigen Kick gegeben, so lange kennen wir uns ja noch nicht und wieder zu Hause zeigte er sich mit deutlich mehr Vertrauen, Gehfreude und Arbeitseifer als zuvor. Ihm schenkte ich am Sonntag zu seinem 14. Geburtstag eine weiße Prunkkandare, mit der er in unserem Abschluss-Schaubild wunderschön aussah.

Naja, und natürlich unsere Einhörner in der Gala-Show!
Wusste Louis in den Proben zu Hause noch nicht, wen er zuerst angreifen sollte – Sureña oder Ousado – so interessierte ihn in Neumünster keines der anderen Pferde mehr. Er lief schlicht fantastisch durch dieses schöne Bild, am Samstag fühlte es sich an, als müßsse ich überhaupt nichts mehr tun, ich konnte nur noch ins Publikum lachen und strahlen und Louis fühlte sich toll – und toll an.
Das war wirklich purer Spaß am Showreiten!
Wir hatten uns zum Glück bei der Generalprobe filmen lassen. Der Mittelteil ging gar nicht. Und so schmissen wir am Donnerstag Abend die Choreographie teilweise um, entwarfen neu, liefen zu Fuß (was für unsere Humpel-Elfe Bine mit den Krücken eine wahre Herausforderung war), wurden immer müder, konnten uns nichts mehr merken, sahen uns das Bild schon so richtig schön versemmeln, schliefen drüber (mehr oder weniger), liefen es am Freitag nochmal und gingen in die Gala, ohne es geritten zu sein und ohne genau zu wissen, was zuerst zu Ende sein würde – die Musik oder unsere neu erdachten Figuren.

Die Musik war zuerst zu Ende, es sah aus wie ich weiß nicht wie oft geübt, es war gut, es war gut, es war einfach gut. Wir wussten nicht, wie wir das Samstag noch toppen sollten, aber sogar das schien gelungen zu sein. Samstag war es so einfach, so sicher, so schön. An dieser Stelle noch einmal tausend Dank unseren tollen Einhörnchen und den Elfen Petra, Bine, Ines und Ines!

Vergessen war das Chaos am Donnerstag, als für 11 (eigentlich ja 12) Pferde (und Ausrüstung) nur 10 Boxen zur Verfügung standen. Vergessen, dass der Ballen Heu 6,- Euro und der Ballen Stroh 5,- Euro kostete. Vergessen die schier unmöglichen „Besprechungen“ vor der Gala-Show, in der wir uns vorkamen wie im Kindergarten – „ganz ganz wichtig!!!!“ (versteht jetzt nur, wer dabei war…).
„Ganz ganz“ begleitete uns dann auch die ganze ganze Messe lang, geflügelte Messe-Worte entstehen ja immer schnell. Hier wurde es uns ganz ganz leicht gemacht, die Augen ganz ganz doll zu verdrehen. Ich habe die 2. Besprechung auch tatsächlich trotz ganz ganz viel good will nicht durchgehalten. Ich mag ja ein Perfektionist und reichlich übertrieben organisiert sein mit meinem Wahn zu guter Vorbereitung für alle, aber ich würde es auch niemals wagen, dermaßen unorganisiert und chaotisch in eine solche Show zu gehen, wie es die „Macher“ dieser Gala-Show gewagt haben. Da fasse ich mir echt nur noch an den Kopf, damit er vom Schütteln nicht abfällt. Abgesehen von dem Ton, der dann dort angeschlagen wurde. Mein persönliches Fazit: Geht ganz ganz gar nicht und könnte mich davon abhalten, unter dieser Leitung noch einmal eine derartige Gala-Show mitzureiten. Wenn ich dafür einen Haufen Geld kriegen würde, könnte ich ja vielleicht noch eher darüber hinwegsehen – obwohl, nein, könnte ich auch dann nicht. Ich verstehe einfach nicht, wie eine so große Show so – mir fällt gar kein Wort dafür ein – vorbereitet sein kann. Naja, es hat ja, wie in jedem Jahr, verblüffenderweise mal wieder großartig geklappt.

Was auch wieder geklappt hat, war die Verpflegung der Akteure – ein großes Lob an die Küche, die wie auch immer unberechenbare Mengen berechnet hat und uns mit leckeren Sachen versorgt hat. Es war zwar nicht ganz einfach, an Essensmarken heranzukommen (frag mal dort – die wurden verschickt – die gibt’s da hinten (da war zu) – frag doch sonst da nochmal…), aber das war auch mit den fehlenden Parkscheinen nicht einfach.
Der Donnerstag artete wirklich in Stress aus, ab Freitag lief’s dann.
Das seit mehreren Jahren anreisende Activ-Team, das sich in Horden um Einritt, Ausritt, Mikro, Headset und 1000 Dinge im Hintergrund kümmert, machte seinem Namen wieder alle Ehre. Dieses Team ist einfach klasse!
Doch auch in unseren eigenen Reihen geht es natürlich nicht ohne Helfer, und da ist Tatjana ganz vorne zu nennen, die wirklich unermüdlich Äppel aus den Boxen gesammelt, Wasser geschleppt, Kabelbinder und Mähnengummis angereicht, die Stallgasse gefegt und wo immer nötig eine helfende Hand gereicht hat. Da kann ich auch gut drüber wegsehen, dass sie ausgerechnet meinen Joya in seinem allerersten Auftritt überhaupt nicht erwähnt hat – den Textblock hat sie einfach mal weggelassen, was ich ihr jetzt mit einem Grinsen bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase reiben kann   🙂

So hat Ines Diepenbruck ihre erste NORDPFERD erlebt:

Ich bin erst seit Oktober 2010 im Besitz meiner Lusitano-Stute Sureña und somit sollte die Nordpferd unser erstes Wagnis auf die Showbühne werden. Und das gleich mit zwei Auftritten im Tagesprogramm sowie der Teilnahme an der Gala-Show „Dreams… denn Wunder geschehen“!

Meine Nerven lagen schon ein bis zwei Wochen vor der Messe blank, machte ich mir doch Sorgen um so Vieles. Wie würde Sureña mit der Atmosphäre umgehen, die fremde Box mit ständigem Trubel drum herum etc.? Ich hätte mir die Bedenken sparen können; meine Heldin war unglaublich souverän in allem, was an diesem Wochenende passiert ist. Vom Abladen über den Einzug in die Box, dem ersten Anschauen der Show-Halle bis hin zu den Auftritten.

Die erste Tagesvorführung: „Variationen zu Pferde“. Der erste Auftritt – gleich am Langen Zügel. Corinna sagte noch Wochen vorher, als ich noch ziemlich wenig Zug am Langen Zügel hatte und das alles noch eher zögerlich war und als wir über die Möglichkeit sprachen, ob ich Sureña am Langen Zügel vorstellen könne: „Ziehen tut sie in der Halle bestimmt… nur wohin ist die Frage“. Zugegebenermaßen, ein bisschen Sorge deswegen hatte ich, aber Sureña war einfach nur toll. Vor der Halle stehen war nicht möglich, da mussten wir immer in Bewegung bleiben. Ich brauchte die Hilfe einer zweiten Person, um von der Position am Kopf weg und hinter Sureña an den Langen Zügel zu kommen, aber sobald es in die Halle ging, benahm sie sich wie ein Profi. Was für eine Ausstrahlung, was für eine Freude!
Ich hatte Zug in der Hand, konnte mich zurücklehnen, lenken und genießen.
Wir steigerten uns am Langen Zügel kontinuierlich über das ganze Wochenende, so dass am letzten Tag Dinge möglich waren, die ich vor der Messe noch nicht machen konnte: Ein erster Ansatz von Zick-Zack-Traversalen, fließend von einem Seitengang in den anderen wechseln… Sureña schien nur noch zu fragen: „wohin als nächstes? Im Travers? Renvers? Traversale??“

Vor der Messe war daran noch nicht zu denken, aber das gegenseitige Vertrauen war in diesen drei Messetagen so gewachsen. Einfach nur noch traumhaft.

Die Arbeit an der Hand im „Barocken Ensemble“ ging gefühlsmäßig bei mir etwas unter, obwohl auch dort alles gut lief. Mein Fokus lag auf dem Langen Zügel und natürlich der Gala-Show. Nach der Generalprobe am Donnerstag hatten wir einen Teil der Choreographie (oder Nicht-Choreographie eigentlich) verworfen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion neu geplant. Ein Teil des Stalltraktes wurde dabei kurzerhand zu unserer ‚Show-Halle‘, um neue Wege einzustudieren. Ohne Musik, ohne Möglichkeit, die Laufwege zeitlich zur Musik zu planen. So war es fast mehr ein „Katalog an Möglichkeiten“ als eine fertige Choreographie, mit der wir in die Show gingen. Der erste Teil stand fest, die anderen Lektionen hatten ihre Reihenfolge, nur welche wir zeitlich überhaupt unterbringen konnten wussten wir nicht.

In der Vorbereitung zur Erstaufführung von „Dreams“ wurde es dann auch auf einmal knapp. Laut Zeitplan sollten wir eine Stunde nach Show-Beginn auftreten, aber nach bereits etwa 30 Minuten hieß es dann: „Ihr müsst auf’s Pferd… jetzt!“ Also wurde alles doch ein wenig hektisch, Abreiten war nicht mehr möglich, mit Kaltstart ging es in die Show. Auch hier war vor der Halle nicht an ein Stehenbleiben Sureñas zu denken. Einmal haben wir’s versucht, da durfte ich dann einen Ansatz zur Levade unter mir spüren (andere würden sagen: „das Pferd ist gestiegen“). Und dann ging die Tür auf… Louis an der Tete zog in die Halle rein, als gäbe es kein Morgen mehr und da wurde auch hinten nicht mehr gezögert. Unsere Einhörner liefen wie an der Perlenschnur aufgereiht, die Abstände saßen perfekt (das hatten wir ja nun auch ordentlich geübt) und auch die Choreographie funktionierte. Wir kamen zu weniger Lektionen als gedacht, aber Flexibilität geht über alles. Auch in der Gala-Show hat mich Sureña – wie so oft an diesem Wochenende – beeindruckt. Nervös vorher, aber voll bei der Sache, sobald es in die Halle ging. Der Märchenwald in der Halle sah zwar in der Show anders aus als in den Tagesvorführungen, was sie mit Stocken und Gucken quittierte (Ousado vor ihr hat’s vorgemacht, wir haben mitgemacht), aber ansonsten war es, als wäre der Auftritt in einer Show alltägliches Geschehen für sie.

Tolle Auftritte, eine phantastische Stimmung innerhalb unserer Gruppe und auch die super Atmosphäre unter allen anderen Teilnehmern/Darstellern haben dieses Wochenende für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Es wird mit Sicherheit nicht der letzte öffentliche Auftritt für Sureña und mich gewesen sein!

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