Reitweise(n)

Auf den Unterpunkten dieser Seite erfahren Sie mehr über …

was ich so mit Pferden mache (Bilder-Galerie):

Am Boden:

Grundausbildung
An der Longe
Doppellonge
Arbeit an der Hand
Am Langen Zügel
Zirzensik & Podest

Freies Spiel / Freiheitsdressur

Unter dem Sattel:

klassisch-barocke Reiterei
– Schulen über der Erde
– Schulsprünge
Kür-Reiten
– Reiten mit Handpferd
– Reiten mit Halsring
– Doma Vaquera / Garrocha
– Working Equitation

Klassisch? Englisch? Ein Ausflug zu den Lektionen

– früher: FN-Turniersport

Gedanken zur – und eine eigene Version der – Skala der Ausbildung

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Meine Reitweise(n)

Ich werde häufig gefragt, welche Reitweise ich ausübe.
Tja, schwer zu sagen.
Schon alleine das Wort „Reitweise“ missfällt mir.

Oft werde ich als „Barockreiterin“ bezeichnet – das mag ich manchmal sein, aber auch die Schublade gefällt mir nicht. Das drückt längst nicht alles aus. Ich hab’s ja eh nicht so mit Schubladen.

Was ich mache ist also nicht mit einem Wort zu beschreiben – ich kann allerdings sagen, was ich nicht mache: Western (obwohl ich schon ein paar Mal auf Westernpferden gesessen habe), Polo, Skijöring…

Und ich bin raus aus dem FN-Turniersport, der hat nach 20 Jahren seinen Reiz für mich vollends verloren.

Fahren habe ich aus der Aufzählung oben heraus genommen. Nicht, dass ich fahren würde oder gar könnte, aber das könnte noch kommen. Das hatte nie, aber auch NIE einen Reiz für mich – bis zum Juli 2014, als ich in Tarmstedt, als wir uns gemeinschaftlich vor der Abschiedsparade langweilten, meine Pferde aus Jux auf die hintere Stufe einer Marathon-Kutsche stellte. Das machten die beiden auch anstandslos. Unglaublich! Nach der Verabschiedung durfte ich auf einer dieser Kutschen mitfahren und es ist ja nun nicht so, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Kutsche gesessen hätte, aber SO hat es sich noch nie angefühlt! Das war ein durchtrainierter Turnier-Zweispänner, und der Zug, den diese Pferde an den Tag legten, deren Energie, ging durch die gesamte Kutsche. Das war absolut einmalig und ich hoffe, es war nicht das letzte Mal…

Gangpferde gehörten auch mal zu der Aufzählung dessen, was ich nicht mache. Seit einigen Jahren habe ich es jedoch mit dem einen oder anderen Gangpferd zu tun und die Gymnastizierung dieser Rassen finde ich extrem spannend. So haben die 12 Gänge und 36 Beine des Isländers „Ljomi“ im Sommer 2009 meinen Horizont enorm erweitert, und er ist nicht der einzige Isländer, der bei mir war, aber der mit den meisten Beinen 🙂
2010 durfte ich sogar für ein halbes Jahr ein Islandpferd mein Eigen nennen. Und auch mit Mangalaga Marchadores und Paso Peruanos hatte ich es zu tun, und natürlich immer wieder mit Islandpferden!

Trotzdem üben iberische und Barockpferde und die klassisch-barocke und die iberische Reiterei mitsamt den Lektionen der Renaissance-Reiterei den zugegeben größten Reiz auf mich aus.

Meine Art, Pferde auszubilden, lässt sich jedoch, ebenso wie meine „Reitweise“, in keine dieser Schubladen stecken.
Das Pferd hat immer ein Mitspracherecht bei der Wahl der „Reitweise“ und der Lektionen, die es anbietet und die dann entsprechend gefördert werden.

Ich möchte eifrige, losgelassene, vertrauensvolle Pferde in guter Grundspannung, deren gesamte Oberlinie tragfähig, spannungs- und dehnungsbereit ist und die sich zu fröhlichen, mutigen Bewegungsabläufen animieren lassen und darüber beginnen, zu strahlen.
Ich möchte, dass sie ihre gesamte Ausbildung als Spiel empfinden, dass sie aufmerksam, neugierig und extrovertiert sind oder werden.
Und all‘ das kann man herstellen oder wieder hervorholen, wenn es denn verloren gegangen ist.
Die mitdenkenden, mutigen Pferde, die für ihren Reiter bereit sind, an ihre Grenzen zu gehen, die sind es mit dieser ganz besonderen Ausstrahlung.
Das verlangt einen mitdenkenden, mutigen, verspielten Reiter, der ebenfalls bereit ist, für dieses Pferd an seine Grenzen zu gehen.
DAS macht dem Zuschauer die Gänsehaut, die er nicht erklären kann und diese Momente inniger Zweisamkeit machen das Leben lebenswert.
Das Leben von Mensch und Pferd.

Das hier Gesagte ist in ausnahmslos jeder „Reitweise“ möglich!

Raus aus Schablonen!

JEDES PFERD WILL!

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